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Auszahlung Erbe

06.09.2020 10:35 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Bernhard Müller


Mein Vater ist vor gut einem Jahr verstorben. Meine Mutter lebt im Heim. Er hat seine Haushälfte (Mittelreihenhaus im schlechten Zustand) meiner Schwester vermacht, da er mir vor 25 Jahren eine Schenkung von 50.00 DM (fürmein eigenes Haus) gegeben hat. Die Depots werden nach dem Gesetz jeweils zu 1/2 an meine Mutter und zu je 1/4 an mich und meine Schwester vererbt. Meine Vater hat kurz vor seinem Tod meiner Schwester Vollmacht für alle Konten gegeben. Meine Schwester weigert sich die Depots aufzulösen und möchte"irgendwann" in das Haus ziehen. DIe laufenden Kosten für das Haus müssen ihrer Meinung nach von der Erbengemeinschaft gezahlt werden. Gleichzeitig möchte sie, dass ich meinen Erbteil für das Haus (wenn meine Mutter stirbt) zu einer vertraglich festen Summe abtrete. Die sie mir allerdings erst beim Tod meiner Mutter zahlen will. Da sie kein Vermögen hat, will sie dann eine Hypothek aufnehmen. Wie soll ich vorgehen um endlich an mein Erbe zu kommen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Als erstes sollten Sie sich einen Erbschein ausstellen lassen. Dafür ist das Amtsgericht am letzten Wohnort Ihres Vaters zuständig.

Dann verklagen Sie Ihre Schwester auf Zustimmung zur Auflösung der Depots und Auszahlung des Guthabens an die Erben.
Das Urteil ersetzt dann die Zustimmung Ihrer Schwester. Mit dem Urteil gehen Sie zur depotführenden Bank und lösen das Depot auch ohne die Zustimmung Ihrer Schwester auf.

Lassen Sie sich von der Bank eine Aufstellung geben, welche Wertpapiere in den Depots waren, als Ihr Vater gestorben ist und welche Wertpapierkäufe bzw. Verkäufe Ihre Schwester nach dem Tod Ihres Vaters getätigt hat. Wenn Sie bei der Depotauflösung jetzt weniger bekommen, als Sie bei der Auflösung direkt nach Eintritt des Erbfalls bekommen hätten, nehmen Sie Ihre Schwester auf Schadenersatz in Anspruch.
Die Erbengemeinschaft muss nur für Instandhaltungsmaßnahmen aufkommen, die Ihr Vater vor seinem Tod in Auftrag gegeben hat.
Kosten, die nach dem Tod Ihres Vaters für das Haus angefallen sind, müssen von Ihrer Schwester und Ihrer Mutter je zur Hälfte getragen werden, es sei denn Ihr Vater hat in seinem Testament ausdrücklich etwas anderes bestimmt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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