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Auswandern nach Thailand - Abfindung - Steuer

| 04.10.2014 12:29 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich bitte darum, dass nur ein Fachanwalt für Steuerrecht die Frage beantwortet:
Besten Dank.

Mein Arbeitsverhältnis mit einer Bank endet per Vergleich offiziell am 31.12.2014, auf
Veranlassung meines Arbeitgebers.
Ich erhalte ein Abfindung, die ich mir wahlweise 2015 oder auch 2016 auszahlen lassen kann.

Wenn ich nun vereinbare, dass die Abfindung im Jahr 2016 ausgezahlt werden soll,
und ich mich bereits Ende 2015 in Deutschland abmelde und dann tatsächlich auch 2016
mindestens 190 Tage in Thailand verbringe, muss ich die Abfindung, die ja für den Wegfall
meines Arbeitsplatzes gezahlt wird, dann trotzdem noch in Deutschland versteuern?

D.h. bin ich trotz das ich dann schon in Thailand wohne und lebe in Deutschland noch
beschränkt steuerpflichtig für eben diese Abfindung?

Wenn ich das DBA mit Thailand richtig verstehe ist dem nicht so.
Und wenn dem nicht so ist, wie kann ich dann im vorhinein verhindern,
dass mein Arbeitgeber einfach von der Abfindung Lohnsteuer abführt?

Wenn ich nicht mehr in Deutschland steuerpflichtig bin, müsste er die
Abfindung doch netto überweisen?

Vielen Dank.



04.10.2014 | 14:05

Antwort

von


(505)
Charlottenstr. 14
52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich anhand Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt.

Nach § 49 Abs , 1 Nr. 4 Buchstabe d EStG handelt es sich bei der Abfindung um beschränkt steuerpflichtige Einkünfte. Nach Art 14 Abs. 1 Satz 1 erster HS des DBA D/Th steht jedoch für die Abfindung das Besteuerungsrecht Thailand zu, soweit Sie über keinen Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in Deutschland neben einem Wohnsitz in Thailand verfügen.

Die 183 Tage Regelung ist für die Bewertung hier irrelevant, diese kommt nach Art 14 Abs. 2 DBA D/Th nur entsprechend der dort genannten Bedingungen wie ein bestehendes Tätigkeits- oder Anstellungsverhältnis in dem vom Ansässigkeitsstaat abweichenden anderen Vertragsstaat zum Zuge.

Die Abfindung wäre demnach, bei Ansässigkeit in Thailand, dort zu versteuern.

In Bezug auf die verzögerte Zahlung kommt es auf Ihrer Seite auf den tatsächlichen Zufluss der vereinbarten Leistung an. Geben Sie gegenüber Ihrem ehemaligen Arbeitgeber an, dass Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland aufgeben und daher die Verpflichtung zur Abführung von Steuervorauszahlungen seitens des Arbeitgebers entfällt. Im Zuge dessen schuldet Ihr Arbeitgeber Ihnen die gesamte vereinbarte Abfindungssumme ohne vorherigen Steuerabzug.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


Rechtsanwalt Andreas Wehle

Rückfrage vom Fragesteller 04.10.2014 | 18:08

Vielen Dank.
Ich habe ein Nachfrage bezüglich der 183 Tage Regelung:

Sie sagen sie ist hier irrelevant. Bedeutet das denn, wenn ich
die Abfindung am 1.12.2016 ausbezahlt bekomme und ich am 1.11.2016
ausgewandert bin - mich also in Deutschland abgemeldet habe - dass
ich dann mit der Abfindung trotzdem nicht in Deutschland steuerpflichtig
bin - oder wie viele Tage darf ich mich dann in Deutschland aufhalten?
Ich werde in dem Jahr kein Einkommen haben, höchstens vielleicht
ein paar Monate Arbeitslosengeld bekommen - ist es dann mit
der Besteuerung anders?
Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.10.2014 | 22:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

soweit Sie in Deutschland nicht mehr einer unselbstständigen oder selbstständigen Tätigkeit nachgehen und Ihre Ansässigkeit nach Thailand verlegt bzw. die in Deutschland aufgegeben haben, ist die Anwendung von Art. 14 Abs. 2 DBA D/Th nicht anwendbar.
Dem Grundsatz nach ist § 49 EStG zwar anwendbar, jedoch aufgrund der Regelung des Art. 14 Abs. 1 DBA D/Th subsidiär, da das Besteuerungsrecht hier in Ihrem Falle, mit der Ansässigkeit dort, Thailand obliegt.

Grundsätzlich wäre eine Übergangszeit von einem auf den anderen Tag denkbar. Sicherlich sind hier jedoch hoheitlich bestätigende Dokumente erforderlich und eine Überforderung der beteiligten Steuerbeamten nicht ausgeschlossen werden kann.

Arbeitslosengeld ist nach § Nr. 2 EStG grundsätzlich steuerfrei, unterliegt jedoch mittelbar über den Progessionsvorbehalt nach § 32 b EStG über die Erhöhung des Steuersatzes für die übrigen steuerbaren Einkünfte, doch der Besteuerung. Soweit jedoch keine steuerbaren Einkünftte vorliegen, ist eine Erhöhung des Steuersatzes zu vernachlässigen.
Auf das Besteuerungsrecht Thailands, in Bezug auf Ihre zu erwartende Abfindung, bei einem Wohnsitz bzw. ständigen Aufenthalt in Thailand und KEINEM Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in Deutschland, hat dies jedoch keinen Einfluss.

Gern stehe ich Ihnen auch weiterhin für Fragen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Bewertung des Fragestellers 09.10.2014 | 10:24

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Ich hatte ausdrücklich darum gebeten, dass ein Fachanwalt für Steuerrecht dieses Frage beantwortet, da es bei solchen Fällen immer auch auf Kleinigkeiten ankommt.

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Stellungnahme vom Anwalt:

Schade, dass Sie sich nicht durchringen konnten meine Arbeit objektiv zu bewerten. Seit meiner Zulassung als Rechtsanwalt und auch beruflich davor bin auf dem Gebiet des Steuerrechts tätig. Den Erwerb einer Fachanwaltschaft überlassen Sie doch am Besten dem jeweiligen Anwalt. Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen RA Wehle

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.10.2014
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Ich hatte ausdrücklich darum gebeten, dass ein Fachanwalt für Steuerrecht dieses Frage beantwortet, da es bei solchen Fällen immer auch auf Kleinigkeiten ankommt.


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