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Auswandern nach Norwegen mit EV


| 14.02.2007 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Ich beabsichtige anfang kommenden Jahres nach Norwegen auzuwandern um dort einer Vollzeitarbeit nachzugehen.
Hier in Deutschland gab ich letztes Jahr meine eidesstattliche Versicherung ab nachdem mein Insolvenzverfahren meines ehemaligen Taxiunternehmens gescheitert war.
Frage: Wie gehe ich vor und was geschieht mit meinem Einkommen in Norwegen und kann ich mir später Wohneigentum zulegen?
Muss ich alles über einer bestimmte Einkommensgrenze nach Deutschland abtreten?
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Ihre Schilderung des Sachverhalts verstehe ich so, dass ein Insolvenzverfahren wegen des Geschäftsbetriebs mangels Masse nach § 26 InsO abgewiesen wurde. Dieser Abweisungsbeschluss wurde seinerzeit in das Schuldnerverzeichnis eingetragen, ebenso wie die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung.
Weiterhin verstehe ich Ihre Angaben so, dass aktuell kein Vermögen vorhanden ist.

Damit sind zunächst keine Mitteilungspflichten verbunden.
Sie müssen also niemandem von sich aus mitteilen, wenn Sie ab nächstem Jahr Einkommen erzielen und Vermögen bilden.

Allerdings sehen Sie sich den Forderungen der Gläubiger weiterhin ausgesetzt, so wie bisher auch. Sie müssen damit rechnen, dass man Sie in Norwegen ausfindig macht und dort Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen Sie einleitet, was im Rahmen der europäischen Vollstreckungsregelungen für einen Gläubiger kein Problem ist. Sie können sich zwar Wohneigentum zulegen, müssen aber damit rechnen, dass die Gläubiger darauf zugreifen. Auch Ihr Arbeitseinkommen kann bis zur Pfändungsfreigrenze gepfändet werden. All dies geschieht aber nicht automatisch, sondern nur wenn die Gläubiger Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen Sie beantragen.

Diese Folgen können Sie legal nicht vermeiden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen damit eine erste Orientierung geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2007 | 16:48

Sehr geehrte Frau Plewe,
hierzu noch eine kurze Frage.
Ich kann mich also im Prinzip nicht gegen die Gläubiger aus Deutschland schützen.Ist ein erneutes Insolvenzverfahren für mich in Norwegen möglich oder ist dies nur für Norweger?
Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2007 | 21:09

Sehr geehrter Fragesteller,

verbindliche Auskünfte zum norwegischen Recht können Ihnen nur norwegische Anwälte erteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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