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Auswärtstätigkeit im beim eigenen Arbeitgeber

| 26.01.2021 10:52 |
Preis: 60,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich bin in einer Art "inhouse Beratung" einer deutschen Firma tätig.

- Der Stammsitz und formaler Ort meiner Tätigkeit ist A.
- Im Rahmen von ~3 monatigen Projekten bin ich nun an unterschiedlichen Standorten tätig. Diese liegen teilweise in der gleichen Stadt aber auf einem anderen Werksgelände (B) oder aber auch in einer anderen Stadt in der Umgebung (C)

Hierraus ergeben sich 2 Fragen.

----------------------------------------
1. Verpflegungsmehraufwand:
----------------------------------------

Ich war 2020/2021 z.B. an folgenden Orten tätig
1. Jan-Mrz: A (Stammwerk)
2. Mrz-Jun: B (Standort in gleicher Stadt)
3. Jun-Sept.: C (Standort in anderer Stadt)
4. Okt.-Nov: A (Stammwerk
5. Jan-Mrz.: C (Standort in anderer Stadt)

In welchen fällen kann ich nun Verpflegungsmehraufwand ansetzten?
- Ist dies auch bei Einsatz innerhalb der gleichen Firma möglich?
- Wie verhält es sich mit den Blöcken 2, 3, 5?


----------------------------------------
2. Fahrtkosten:
----------------------------------------

- Für normale Tagae in meinem Stammwerk A setzte ich die normale Pendlerpauschale an
- Wie verhält e sich bei den täglichen Fahrten in die anderen Werke. ist heir ebenfalls die Pendlerpauschale relevant (mit anderer Strecke) oder handelt es sich um Fahrtkosten bei Auswärtstätigkeiten?

Vielen Dank

27.01.2021 | 14:51

Antwort

von


(497)
Charlottenstr. 14
52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Beim Verpflegungsmehraufwand gibt es eigentlich schon seit Jahren keine Änderungen. Diese können nur angesetzt werden, wenn Sie dienstlich außerhalb der Gemeinde, in der der Arbeitgeber seinen Sitz hat, mindestens 8 Stunden unterwegs sind.
Vorbehaltlich einer abweichenden Regelung mit dem Arbeitgeber, beginnt und endet eine Dienstreise stets am vereinbarten Arbeitsort.
So in Ihrem Arbeitsvertrag kein fester Arbeitsort genannt ist, bei der regelmäßigen Arbeitsstätte des Arbeitgebers.

Für die Standorte A und B könne insoweit keine Verpflegungsmehraufwendungen geltend gemacht werden.

Bei einer Tätigkeit am Standort C kommt es darauf an, was konkret im Arbeitsvertrag zu Ihrem Arbeitsort geregelt ist.


Die Pendlerpauschale ist ab diesem Jahr ab dem 21. km auf 0,35 Euro/km erhöht worden. Man will hier die Ökoumlage auf Treibstoffe etwas auffangen.

In Bezug auf Ihre Frage, wird es wieder darauf ankommen, was in Ihrem Arbeitsvertrag zu Ihrem Arbeitsort vereinbart ist bzw. als erste Tätigkeitsstätte anzusehen ist.

Handelt es sich um eine Dienstreise (was wohl bei längerer täglicher Tätigkeit an dem anderen Ort nicht angenommen werden kann), beginnt diese am vereinbarten Arbeitsort und endet dort auch wieder. Hier wäre keine Pendlerpauschale, sondern eher die Reisekostenpauschale anzunehmen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Entscheidungen des BFH Urt. v. 08.08.2013 – <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%2072/12" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 08.08.2013 - VI R 72/12: Keine regelmäßige Arbeitsstätte bei vorübergehender Abordnung ode...">VI R 72/12</a> und Urt. v. 08.08.2013 – <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%2059/12" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 08.08.2013 - VI R 59/12: Regelmäßige Arbeitsstätte nach unbefristeter Versetzung">VI R 59/12</a> hinweisen.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


Rechtsanwalt Andreas Wehle

Rückfrage vom Fragesteller 27.01.2021 | 15:01

Vielen Dank. In meinem Arbeitsvertrag steht wörtlich:

"Der Arbeitnehmer wird als xxx eingestellt. Tätigkeitsort ist derzeit (A). Er ist außertariflicher Angestellter."

- Kann ich damit für den Standort C Verpflegugnsmehraufwand geltend machen?
- Dies sit nur für 3 Monate ohne Unterbrechung möglich, korrekt?


Zur Pendlerpauschale:
- Tätigkeitsort ist klar als (A) angegeben, dies ist sicher auch meine erste Tätigkeitsstätte
--> Ich würde für Tage am Standort (A) und (B) die normaler Pendlerpauschale nutzen
--> wie sie sagen handelt es sich eigentlich nicht um eine Dienstareise. Anfahrt erfolgt nicht vom Arbeitsort sondern von zuhause. Das bedeutet auch hier die Pendlerpauschale ausschlaggebend?


Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.01.2021 | 16:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Nachfragen aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Ja, Sie können für den Standort C den Verpflegungsmehraufwand für eine Abwesenheit von mehr als 8 Stunden 14 Euro ansetzen.
Es gilt die Dreimonatsfrist mit einem Neubeginn derer nach einer Unterbrechung von 4 Wochen.


Auch ich würde hier jeweils nur die Pendlerpauschale in Ansatz bringen, da es sich insoweit nicht um eine Dienstreist handelt und eher von einer Einsatzwechseltätigkeit auszugehen ist.


Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Bewertung des Fragestellers 27.01.2021 | 16:18

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