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Ausübung eines Nebengewerbes bei Krankheit


04.01.2006 12:20 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Ich arbeite als angestellte Verkäuferin in einem Einzelhandelsgeschäft mit zum Teil schwerer körperlicher Tätigkeit. Gleichzeitig übe ich selbständig ein Kleinstgewerbe im Bereich Hautpflege zu hause aus. Durch einen Leistenbruch, der jetzt operiert wird, werde ich in den nächsten Wochen vom Arzt krankgeschrieben, da die Arbeit als Verkäuferin körperlich zu anstregend ist. In den nächsten drei Monaten darf ich keine schwere Arbeit ausüben. Meine Frage: Kann ich trotz Krankschreibung meinen Nebenerwerb zu hause ausüben, der keinerlei körperliche Anstregung benötigt, oder kann es arbeitsrechtliche Konsequenzen im Angestelltenverhältnis seitens des Arbeitgegers geben?

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Grundsätzlich dürfen sie im Rahmen ihrer Krankschreibung die Genesung nicht gefährden.

Damit ist Ihnen im Ergebnis alles verboten, was den Heilungsverlauf gefährdet oder verzögert. Sie müssen sich immer so verhalten, dass Sie so schnell wie möglich wieder gesund werden.

Dabei kommt es ganz entscheidend auf die Art ihrer Erkrankung an. Insbesondere auf die körperlichen Tätigkeiten im Bereich der ausgeübten Hautplege.

Sollten Sie sich hiergegen richten, droht ihnen die Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses.

Allerdings gibt es keinen Grundsatz, dass eine leichte Nebentätigkeit (die in ihrem Fall die ja wohl auch vom Arbeitgeber genehmigt wurde) nicht ausgeübt werden darf und zu einer Kündigung berechtigt.

Eine geringfügige Tätigkeiten während einer Krankheit ist daher nicht geeignet, stets zu einer Kündigung zuführen (vergleiche Arbeitsgericht Frankfurt am Main, Aktenzeichen 7 Ca 8195/97).

Es wird also auf die konkrete Ausgestaltung in ihrer Situation am kommen. Eine Kündigung wird dann in Betracht kommen, wenn die Arbeit gehen Heilungsprozess behindert oder der Arbeitsbereich mit dem eigentlichen Arbeitsverhältnis in einer ähnlichen Ausgestaltung vorliegt. So ist die Kündigung eines Straßenbauarbeiters zulässig, wenn der wiederholt Gartenarbeit erledigt, obwohl er krank geschrieben war (Landesarbeitsgericht Nürnberg, Aktenzeichen 6 Sa 116/04).

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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