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Austritt und Kündigung eines Gesellschafter- und Arbeitsvertrages


29.11.2007 21:59 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Ich bin Gesellschafter in einem Kleinunternehmen - GmbH von 3 Gesellschaftern. (Anteile 50%, 40%, 10% - mein Anteil ohne Geschäftsführerstatus, ich bin Angestellter)

Ich habe einen Arbeits- und einen Gesellschaftervertrag, die ich kündigen möchte.

Der Arbeitsvertrag hat eine Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Ende des Monats.

Der Wortlaut des Gesellschaftervertrages:
"Austritt und Kündigung können nur zum Ende des Geschäftsjahres erfolgen. Sie sind unter Einhaltung einer Frist von 6 Monaten durch eingeschriebenen Brief zu erklären."

Wie habe ich die Kündigungsfrist des Gesellschaftervertrages zu verstehen? Läuft die Frist vom Ende des einen Geschäftsjahres für 6 Monate oder muß ich 6 Monate vor Ende des Geschäftsjahres kündigen? Natürlich hätte ich gern, dass beide Verträge gleichzeitig auslaufen.

Momentan ist die Firma überschuldet. Bin ich nach meiner Kündigung verpflichtet, 10% der Schulden zu zahlen, obwohl meine Bürgschaft deutlich niedriger ist?

Zu welchem Zeitpunkt sind die Schulden der Firma festzulegen – bei Einreichen der Kündigung oder bei Austritt?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Kündigungsfrist des Gesellschaftervertrages sieht eine Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ende des Geschäftsjahres vor. Soweit das Geschäftsjahr gleich das Kalenderjahr ist, ist die Kündigung entsprechend der Formvorschrift des Gesellschaftervertrages vor dem 30.06.2007 zum 31.12.2008 auszusprechen.

Den Arbeitsvertrag sollten Sie für ein gleichzeitiges Auslaufen der Verträge im Monat Juni 2008 ebenfalls zum 31.12.2008 kündigen. Anders verhält es sich, wenn das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr abweicht.

Da es sich um eine GmbH handelt, haften die Gesellschafter nur mit dem Kapitalanteil an der GmbH. Soweit die Einlage von Ihnen erbracht wurden, haften Sie nicht persönlich für die Verbindlichkeiten der GmbH. Etwas anderes ergibt sich aus der Bürgschaft. Aus dieser haften Sie in der Höhe der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten des GmbH persönlich. Hier sollten Sie ebenfalls erwägen die Bürgschaft zu kündigen. Dies sollte aber mit des Gesellschaftern vorher erörtert werden.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2007 | 13:05

Besten Dank für die rasche Antwort.

Nach Ihrer Aussage ist die Kündigungsfrist für den Gesellschaftervertrag 1,5 Jahre. Stimmt das oder haben Sie gemeint 30.06.2008 - 31.12.2008 ?

Besten Dank!

Ergänzung vom Anwalt 01.12.2007 | 15:48

Vielen Dank für den Hinweis.

Ich meinete natürlich den 30.06.2008 und nicht 2007.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom
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