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Austritt GmbH

31.07.2016 16:38 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Verkauf eines Gesellschafteranteils oder Kündigung des Gesellschaftsvertrages.

Kompetenzen eines Geschäftsführers und der Gesellschafterversammlung.

Folgende Situation:

Ich bin Gesellschafter einer GmbH (Stammkapital ist eingezahlt) es gibt einen zusätzlichen Gesellschafter. Ich halte 20% an der GmbH.
Der andere Gesellschafter hat vor Gründung gesagt er hätte genug Geld zur Gründung und zur Anschaffung von allem was benötigt wird. Jetzt ist folgendes passiert, er hat bei seinem Bruder in der Türkei 85000€ aufgenommen ohne mein Wissen. Das Geld ist im Mai auf unser GmbH Konto eingegangen und auch schon verbraucht. Er will jetzt noch mal 55000 Euro aufnehmen. Erst JETZT hat er mir gesagt das er gar nicht das Geld hat sondern es bei seinem Bruder in der Türkei als Kredit aufnimmt uns hält mir einen Darlehensvertrag vor in dem z.B. neben der GmbH nur mein privat Name steht zu 8,5% Zinsen er will gar nichts unterschreiben, sondern ich soll das machen. Er hat mich meiner Meinung nach von Anfang an getäuscht, ich möchte sofort aus dieser GmbH raus ich habe zu nicht was er gemacht hat mein Einverständnis gegeben.
Wie mache ich das Jetzt um möglich unbeschadet aus der GmbH rauszukommen? Kann ich sofort unbeschadet daraus ohne Zustimmung des anderen Gesellschafter, denn meiner Meinung nach hat er mich getäuscht!?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Da Sie Gesellschafter und nicht Geschäftsführer sind, sollten Sie den Darlehensvertrag keinesfalls unterschreiben. Eine Unterschrift würde unterstellen, dass Sie hier als Mitgeschäftsführer tätig werden und dementsprechend haften.

2. Soweit die Kompetenz des Geschäftsführers nicht ausreichen sollte den Darlehensvertrag zu unterschreiben, müssen die Gesellschafter einen Gesellschafterbeschluss über die Darlehensaufnahme treffen, Hier können Sie Sie dann frei entscheiden, ob Sie einer Darlehensaufnahme zustimmen oder nicht. Wenn die Darlehensaufnahme nicht in Ihrem Sinne ist, sollten Sie in der Gesellschafterversammlung dagegen stimmen.

3. Wenn Sie aus der Gesellschaft ausscheiden wollen, können Sie Ihren Gesellschafteranteil entweder an den Mitgesellschafter oder einen Dritten veräußern oder Sie kündigen die Beteiligung. Im Falle einer Veräußerung ist ein notarieller Kauf- und Abtretungsvertrag zu schließen.

Im Falle einer Kündigung ist die Kündigungsfrist im Gesellschaftsvertrag einzuhalten. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist sechs Monate zum Jahresende. Mit Zustimmung des Mitgesellschafters kann auch eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart werden. MIt Rückfall der Gesellschafteranteile an die GmbH, haben Sie Anspruch auf eine Abfindung. Die Höhe und Auszahlungsmodalitäten sind im Gesellschaftsvertrag geregelt.

Damit die Darlehensaufnahme erfolgen kann, sollten Sie vorschlagen, dass hierfür Ihr Gesellschafteranteil auf den Mitgesellschafter übertragen wird. Dann kann er über die Darlehensaufnahme nach Belieben entscheiden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2016 | 21:10

Danke Herr RA Schröter für die erste Antwort.
Leider fehlen mir die wichtigsten Teile.
Das Geld ist bereits auf unser GmbH Konto eingegangen und ausgegeben worden.
Mein Mitgesellschafter hat gesagt er hätte das Geld und investiert es also ging ich davon aus das es sich um sein Geld handelt. Jetzt auf einmal erfahre ich er nimmt Kredite in der Türkei auf ohne Rücksprache mit mir.
1. Kann ich aufgrund der Täuschung sofort raus.
2. Wie sieht es dann von meiner Seite mit der Haftung aus.
Der Gesellschafter hat mich meiner Meinung nach Hintergangen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2016 | 21:26

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Eine Haftung als Gesellschafter besteht nicht. Die Haftung ist begrenzt auf die Einlage in die Gesellschaft. Etwas anderes gilt nur dann, wenn Sie gesonderte Haftung oder Bürgschaft für den Darlehensbetrag übernommen haben.

Ein wichtiger Kündigungsgrund liegt dann vor, wenn der Mitgesellschafter sich zu einer weiteren Einlage oder Kapitalrücklage verpflichtet hat und diese nicht eingehalten hat und stattdessen finanzielle Fremdmittel eingebracht hat.

In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit den Gesellschaftsvertrag außerordentliche zu kündigen. Allerdings sind Sie bei der Abwicklung der Beteiligung auf die Mitwirkung des Geschäftsführers angewiesen, so dass eine Veräußerung Ihres Anteils an den Mitgeschäftsführer, wenn dies möglich ist, schneller von statten geht.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

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