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Austehende Miete / Anwaltsrechnung


| 22.08.2007 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgendes Problem stellt sich uns:

Wir hatten Geschäftsräume über einen Zeitraum von 5 Jahren gemietet. Dieses Mietverhältnis endet am 30.09.2007 und wurde von uns zusätzlich am 14.05.2007 fristgerecht gekündigt. Die Miethöhe beträgt 1000,00 Euro.

Durch Umzug und Umstellung der Geschäftskonten am 31.07.2007 konnte die Miete für August nicht abgebucht werden.

Am 21.08.2007 trafen wir den Vermieter zwecks Besichtigung der Räume mit einem Nachmieter und zu diesem Termin wies er uns erstmals auf die ausstehende Miete hin. Meine Frau kommentierte das - etwas unbedacht - mit dem Hinweis, ob es denn möglich sei, die fehlenden Mieten mit der Kaution zu verrechnen. Der Vermieter kommentierte dies nicht sondern wies nur noch einmal auf die ausstehende Miete hin.

Heute, am 22.08.2007, bekamen wir nun einen Brief vom Anwalt des Vermieters, in dem wir aufgefordert wurden die ausstehende Miete zu bezahlen. Dies stellte gleichzeitig die erste schriftliche Aufforderung zur Zahlung der Miete dar.

Beigelegt war eine Vollmacht, ausgestellt auf das Vermieterehepaar, und auch eine Anwaltsrechnung in Höhe von 185,64 Euro. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsgebühr aus 1000,00 Euro (Satz 1,3): 110,50 Euro
Mehrere Auftraggeber in der selben Angelegenheit (Satz 0,30): 25,50 Euro
Pauschale für Post- und Telekommunikation: 20,00 Euro
Umsatzsteuer 19,00 %: 29,94 Euro
Summe: 185,64 Euro

Meine Frage lautet nun wie folgt: Das die ausstehende Miete zu zahlen ist, ist unstrittig und wird von uns auch getan. Muss die Anwaltsrechnung ebenfalls bezahlt werden, da vorher keinerlei Mahnung oder Hinweis auf die ausstehende Miete erfolgte? Wenn nein, reicht ein simples Schreiben um die Rechnung anzufechten?

Vielen Dank für die Beantwortung der Frage.

Mit freundlichen Grüßen,
Daniel Winkler

PS: Eigentlich wollte ich diese Frage im Bereich Gebührenrecht stellen, aber das System lässt das im Moment nicht zu.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Ob Sie verpflichtet sind, auch die Anwaltsgebühren, die nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz richtig in Ansatz gebracht sind, zu zahlen, hängt davon ab, ob Sie mit der Miete für den Monat August vor dem anwaltlichen Schreiben in Verzug waren.

Regelmässig ist in Mietverträgen hierzu eine Frist für die monatlich zu zahlenden Mieten verienbart ,( etwa bis zum 3. Werktag eines Monats o.ä. ).

Wenn sich in Ihrem Mietvertrag eine solche Klausel findet, bedarf es keiner zusätzlichen Mahnung, sondern sie befinden sich ab dem vereinbarten Zahlungstermin "automatisch" in Verzug. In diesem Fall kann Ihr Vermieter die ihm durch die Einschaltung eines Anwalts entstehenden anwaltlichen Gebühren als Verzugsschaden von Ihnen verlangen.

Bitte überprüfen Sie hinsichtlich etwaiger Zahlungsfristen nochmals Ihren Mietvertrag.

Ich hoffe, Ihre Frage damit zufriedenstellend beantwortet zu haben. Im Bedarfsfalle können Sie die Nachfragemöglichkeit nutzen.

Mit freundlichen Grüssen

Dorothea Orthaus
Rechtsanwältin

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