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Austauschmotor, Motor in Endrechnung mehr Kilometer als im Angebot


| 13.04.2018 00:39 |
Preis: 40,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich habe über ein Internetportal für Kfz-Reparaturen einen Austauschmotor in der vermittelten Meisterwerkstatt einbauen lassen. Im Angebot zum Festpreis hat man mir eine Laufleistung von ca. 70 000 Kilometern schriftlich zugesagt (jedoch nicht im Auftrag, sondern gesondert). In der von mir nun angeforderten Auflistung der Arbeiten wird nun nach dem ausgeführten Auftrag eine Laufleistung von ca. 95 700 Kilometern genannt.
Ich hätte
a) diese höhere Laufleistung bei Kenntnis dessen vielleicht nicht als Basis für den Vertragsabschluss gesehen
b) sehe mich nun getäuscht, da es eine Differenz von doch immerhin 25 700 Kilometer gibt, was nicht wenig ist
c) überlege, ob ich die Bezahlung (in Raten) nun bei dieser neuen Sachlage nicht um Wertminderung kürzen kann
d) den Auftrag rückabwickeln kann.
Was für Möglichkeiten habe ich?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


ich gehe zunächst einmal davon aus, dass der Motor von einem Händler veräußert worden ist.

Dieses vorausgesetzt, handelt es sich um die Angabe zum Austauschmotor, dass dieser eine Laufleistung von ca. 70.000 km habe, um eine Zusicherung, auf die Sie vertrauen durften. Sie konnten und durften diese Zusicherung auch so auffassen, dass der Motor eben gerade nicht wesentlich stärker verschlissen ist, als man es bei der Laufleistung erwarten kann.

Die höhere Laufleistung stellt einen Mangel dar.

Sie müssen nun entscheiden, wie Sie vorgehen wollen.

Zunächst müssen Sie den Verkäufer auffordern, unter Nennung einer bestimmten Frist, den Mangel zu beseitigen, was hier natürlich nur durch Lieferung eines anderen Motors möglich ist. Kommt der Verkäufer der Aufforderung nicht nach, können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten oder eine Minderung des Kaufpreises oder auch Schadensersatz verlangen, § 437 BGB.

Von welcher Möglichkeit Sie Gebrauch machen, können Sie für sich entscheiden.

Jedenfalls müssen Sie es nicht hinnehmen, dass der Motor eine so hohe Laufleistung hat.


Es könnte auch die Anfechtung des Vertrages in Betracht kommen.

Das wäre dann möglich, wenn eine arglistige Täuschung des Verkäufers anzunehmen ist. Diese Möglichkeit setzt aber voraus, dass Sie im Streitfall nachweisen müssten, dass der Verkäufer die hohe Laufleistung gekannt hat und Ihnen arglistig aber die fehlerhafte Angabe gemacht hat.

Das müsste individuell geprüft werden, weil es auf den genauen Ablauf ankommt.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2018 | 08:22

Der Austausch liegt ein paar Wochen zurück, die angeforderte Kilometerangabe erhielt ich gestern, es erscheint realistisch gesehen unmöglich den alten Stand einzussetzen: Der alte Motor ist sicher nicht mehr in der Vertragswerkstatt vorhanden und verschrottet. Also Mangelbeseitigung scheidet aus.

Was ist der Unterschied zwischen Schadenersatz und Minderung des vereinbarten Festpreises für den Auftrag?
Wie bemesse ich eine höhere Laufleistung von 25700 km, der Rechnungsbetrag beläuft sich auf knapp 3000 Euro, wobei der gebrauchte Motor einschließlich diverser Neuteile mit 1985,60 Euro ohne Steuer angegeben wird. Geht das nach Prozenten und was wären dann 25700 km in diesem Falle an Wertminderung? Die Forderung auf Schadenersatz würde konkret bedeuten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2018 | 08:58

Sehr geehrter Ratsuchender,


die genaue Bewessung des Minderungsbetrages kann so an dieser Stelle nicht erfolgen.

Es kommt darauf an, was für ein Motor es ist und welche Laufleistung so ein Motor insgesamt laufen kann. Dieser Wert kann je nach Bauart erheblich abweichen.

Hier sollte versucht werden, einen Prozentsatz (ca. 25% des Kaufpreises für den gebrauchten Motor) durch eine Verhandlung zu erzielen. Will der Verkäufer das nicht, muss ein Sachverständiger hinzugezogen werden.

Diese nachträgliche Reduzierung wäre dann die Minderung und mit Einigung und Zahlung wären dann die Ansprüche erledigt.


Beim Schadenersatz können Sie Wertverlust und alle mit dem Mangel zusammen hängenden Kosten erstattet bekommen. Aber dort müssen Sie eben erst die Nachfrist setzen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


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