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Aussteuerung, ALG1-Beantragung in dem Fall der Kündigung,

16.04.2019 08:36 |
Preis: 60,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


14:36
Sehr geehrter/e Herr / Frau
Ich bin 40 Jahre alt, ungekündigte Arbeitsstelle. Ich habe 10 Jahre bei einer Firma gearbeitet.
Letze Zeit war ich leider langfristig Krank und mein Krankengeldanspruch ist fast ausgeschöpft.

Jetzt kommen Zwei Wege in Betracht:
1) Sich an die Agentur für Arbeit wenden (§145, „Natlosigkeit"). Dieser Weg ist nicht sicher, da eine Arbeitsunfähigkeit/Erwerbsunfähigkeit vermutet werden kann und ich zu einem Rentenantrag gezwungen werden kann.
2)Ich überlege mir ob ich doch versuche wieder zu arbeiten, obwohl ich erhebliche Zweifel habe, ob ich es gesundheitlich schaffe.
Auf diesem Weg kann es sein, dass es nicht klappt und ich bald nach dem Arbeitsbeginn gekündigt werde. Gründe können verschieden sein. Die Kündigung werde ich nicht anfechten.
Dann wende ich mich an die Agentur für Arbeit und stelle einen Antrag auf ALG1, dann wenn es klappt habe Anspruch auf 1 Jahr Leistungsbezug.
Meine Fragen:
Welche Schwierigkeiten bekomme ich (oder mein Arbeitsgeber) bei der Agentur für Arbeit, wenn ich mich als arbeitslos nach dem langen Krankengeldbezug und einer kurze Erwerbstätigkeit danach melde?
Wie lange soll ich durchhalten um keine solchen Schwierigkeiten zu bekommen?
Was kann man in dieser Situation machen/was soll man vermeiden um beim Beantragen von ALG1 keine solchen Schwierigkeiten zu bekommen?

Danke im Voraus
16.04.2019 | 09:21

Antwort

von


(259)
Engerstraße 16
47906 Kempen
Tel: 02152/8943380
Web: http://www.hauser-rechtsanwaelte.com
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Beantwortung der Frage ist schwierig, weil letztendlich Ihr gesundheitlicher Zustand entscheidend für den richtigen Weg ist.

Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihr Gesundheitszustand eventuell den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben zulässt, sollten Sie eine stufenweise Wiedereingliederung ( z.B. nach dem Hamburger Modell) bei Ihrem Arbeitgeber versuchen. Dies hat den Vorteil, dass Sie bei Wiedereinstieg zunächst nicht voll belastet werden und die Belastung langsam steigt.

Sind Sie bzw. ihr Arzt sicher, dass weiterhin keine Arbeitsfähigkeit besteht, dann sollten Sie von der Nahtlosigkeit Gebrauch machen. Bevor Sie zu einem Rentenantrag gezwungen werden, wird häufig eine Reha vorgeschlagen.

Falls Sie den Arbeitsversuch wagen und Ihr Arbeitgeber Ihnen kündigt, würde ich Ihnen empfehlen, Kündigungsschutzklage einzulegen. Vergessen Sie nicht, dass in der überwiegenden Anzahl der Fälle die Parteien sich auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung einigen und diese bei 10 jähriger Beschäftigung nicht unbeachtlich wäre.

Sie bekommen keine Schwierigkeiten, wenn der Arbeitgeber Sie nach kurzfristiger Beschäftigung kündigt, solange er Sie nicht verhaltensbedingt kündigt. Dann würden Sie nämlich eine Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld bekommen. Kündigt er Sie betriebs- oder personenbedingt erhalten Sie keine Sperrzeit.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 18.04.2019 | 11:53

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für Ihre Antwort.

In dem Fall, in dem ich beginne zu arbeiten, blieb für mich die Antwort auf die folgende gestellte Frage unklar:

„Wie lange soll ich durchhalten, um keine solche Schwierigkeiten zu bekommen?"

Sie sagen:

„Sie bekommen keine Schwierigkeiten, wenn der Arbeitgeber Sie nach kurzfristiger Beschäftigung kündigt"

Wie definieren Sie den Begriff „kurzfristige Beschäftigung"? Ist damit eine bestimmte Frist wie eine Woche oder ein Monat gemeint? Gibt es schätzungsweise eine minimale Frist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.04.2019 | 14:36

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssen nicht einen bestimmten Zeitraum "durchhalten". Sie bekommen unabhängig vom Zeitraum der Beschäftigung keine Schwierigkeiten. Eine von Ihnen angesprochene kurze Erwerbstätigkeit führt nicht zu Nachteilen bei der Agentur für Arbeit. Dies ist nur anders, wenn Sie verhaltensbedingt gekündigt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage vo0llständig beantworten.

Beste Grüße
Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

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