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Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses

| 12.08.2014 09:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um Formulierungsfragen für ein Arbeitszeugnis der Note Sehr gut/gut.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe vor ein paar Tagen ein Arbeitszeugnis bekommen, das leider nicht akzeptabel ist (ich denke aber aus Unwissenheit, meine Chefin ist darin leider nicht bewandert).

Können Sie mir bitte ein neues, qualifiziertes, rechtmäßiges, mit der Note gut bis sehr gut erstellen.

Ich Danke schon mal für Ihre Hilfe.

Hier das alte Zeugnis:
Frau ... war als ZMA bei Zahnarzt .... tätig. Nach meiner Praxisübernahme im Jahre 2006 war Frau ... weiterhin als ZMA, aber nun für mich tätig. Als meine Abrechnungshelferin im Januar 2009 ausschied, übernahm Frau ... auf meinen Wunsch hin diesen für sie neuen Arbeitsbereich. Seit dieser Zeit war Frau ... für die Abrechnung und das Management der Praxis zuständig.

Frau ... war im Bereich der Assistenz mit sämtlichen Bereichen der Zahnheilkunde vertraut und war bei den Patienten sehr beliebt. Assistenz am Stuhl, Prophylaxe, sowie das Anfertigen von Provisorien und kleineren Reparaturen im Labor, waren für sie eine Selbstverständlichkeit.
Frau .... arbeitete auf allen diesen Gebieten sehr eigenständig und zuverlässig.

Als Frau ... ihren neuen Arbeitsbereich, Abrechnung, ab dem Januar 2009, übernahm, arbeitete sie sich sehr schnell und zuverlässig ein. Sie ersetzte binnen kurzer Zeit die vakante Stelle.

Frau .... Aufgaben waren jetzt:
Abrechnung
Kostenbesprechungen mit Patienten und Kassen
Koordinierung zwischen Praxis und Labor bei Zahnersatz
Management der gesamten Praxisstruktur

Frau.... arbeitete in allen ihr übertragenen Bereichen stets äussert zuverlässig. Sie war bei Patienten und ihren Kollegen sehr beliebt. Frau .... verläßt die Praxis zum 31.07.2014 auf eigenen Wunsch. Ich wünsche ihr alles Gute für die Zukunft.

ENDE

Ich habe auch noch folgende Aufgaben erledigt: Terminvergabe, die gesamten Parodontose-, Kieferbruch- und Zahnersatzabrechnungen, die Online-Abrechnung der konservierenden Leistungen bei Kassenpatienten, Abrechnung der Privatpatienten (=GOZ-Abrechnung) mit Dens-Office, Arbeiten im Steri, Kassenbuchführung, Verwaltung der Kassen (Zahlungsein- und -ausgänge und Verkauf in unserem Dentalverkauf), Bearbeitung der Zahlungseingänge, Mahnungen versenden, re-call Verwaltung und -versand, Röntgen, Bürobedarfbestellungen, Materialbestellungen - kann und sollte man diese Aufgaben auch im Zeugnis aufführen? Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Folgende Textmodule kann Ihr AG nach eigenverantwortlicher (!) Prüfung mit Ihren Personalien und Ihrer Tätigkeitsbeschreibung sowie selbstverständlich geschlechtsspezifisch ausfüllen:

(sehr gut)

Frau/Herr… war ein äußerst fleißiger Mitarbeiter, der die ungewöhnliche Fülle ihrer Aufgaben in bemerkenswert kurzer Zeit erledigte. Mit der Güte seiner Arbeitsergebnisse waren wir jederzeit überaus zufrieden. Seine Aufgaben führte er außerordentlich sorgfältig, zuverlässig und rationell aus. Darüber hinaus zeichnete er sich durch seine überdurchschnittliche Auffassungsgabe, Belastbarkeit, Vielseitigkeit und Initiative aus. Frau… war an allen betrieblichen Vorgängen der Praxis sehr stark interessiert und arbeitete völlig selbständig. Insgesamt hat er die ihm übertragenen Aufgaben jederzeit zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.
Aufgrund seines immer freundlichen, hilfsbereiten Wesens und seiner ständigen Bereitschaft zur Zusammenarbeit war er überall besonders beliebt. Seine Führung und sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten waren in jeder Beziehung vorbildlich.
Wir bedauern außerordentlich, diesen hervorragenden Mitarbeiter zu verlieren und können ihn jederzeit bestens empfehlen. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute.

(Alternative gut)

Frau … war eine sehr fleißige Mitarbeiterin, die die Fülle ihrer Aufgaben stets in kurzer Zeit erledigte. Mit der Güte ihrer Arbeitsergebnisse waren wir jederzeit besonders zufrieden. Sie führte ihre Aufgaben immer sorgfältig, zuverlässig und rationell aus. Besonders zeichnete sie sich durch überdurchschnittliche Auffassungsgabe, Belastbarkeit, Vielseitigkeit und Initiative aus. Frau … war an allen geschäftlichen Vorgängen stark interessiert und arbeitete sehr selbständig. Insgesamt hat sie die ihr übertragenen Aufgaben jederzeit zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.
Aufgrund ihres freundlichen Wesens und ihrer Bereitschaft zur Zusammenarbeit war sie überall beliebt. Ihre Führung und ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern waren stets vorbildlich.
Wir bedauern sehr, diese tüchtige Mitarbeiterin zu verlieren. Für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihr alles Gute.

(sehr gutes Sozialverhalten)
Wegen seines/ihres Kooperationsvermögens, seiner Vertrauenswürdigkeit und seiner verbindlichen, aber bestimmten Verhaltensweise war er/sie bei Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern gleichermaßen anerkannt und sehr geschätzt.

(gutes Sozialverhalten)

Wegen seiner/ihrer Vertrauenswürdigkeit und seine/ihrerr verbindlichen, aber bestimmten Verhaltensweise war sie bei Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern gleichermaßen anerkannt und geschätzt.

Ansonsten gelten die allgemeinen Grundsätze für Arbeitszeugnisse, die nicht nach Noten zu spezifizieren sind.

Mithin:

Vollständigkeit, Richtigkeit. Das Zeugnis ist in verkehrsüblicher Weise, also maschinenschriftlich und auf dem Geschäftspapier des Arbeitgebers, zu erstellen. Es darf keine Flecken, Radierungen, Verbesserungen oder Ähnliches enthalten. Das Zeugnis darf nicht bereits durch seine äußere Form den Eindruck erwecken, als distanziere sich der Aussteller von seinem Inhalt. Schreibfehler sind zu berichtigen, wenn sie negative Folgen für den Arbeitnehmer haben könnten.

Mit der Neuregelung des Zeugnisrechts in § 109 GewO ist bestimmt worden, dass Zeugnisse nicht in elektronischer Form ausgestellt werden dürfen, § 109 Abs. 3 GewO.
Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch darauf, dass sein Zeugnis auf den letzten Arbeitstag ausgestellt wird, selbst wenn der Wortlaut erst später, beispielsweise in einem Arbeitsgerichtsprozess, festgelegt wurde.
Das Zeugnis schließt mit der eigenhändigen Unterschrift des Arbeitgebers oder des für ihn handelnden Vertreters. Faksimile oder kopierte Unterschriften genügen nicht. Bei einem qualifizierten Zeugnis muss der Unterzeichner erkennbar ranghöher sein als der beurteilte Mitarbeiter. Zwar ist nicht erforderlich, dass der Arbeitgeber oder sein gesetzliches Vertretungsorgan das Zeugnis fertigt und unterzeichnet. Es genügt die Unterzeichnung durch einen unternehmensangehörigen Vertreter des Arbeitgebers. Im Zeugnis ist deutlich zu machen, dass dieser Vertreter dem Arbeitnehmer gegenüber weisungsbefugt war. Die Stellung des das Zeugnis Unterzeichnenden muss sich aus dem Zeugnis ablesen lassen. Ist ein Arbeitnehmer der Geschäftsleitung direkt unterstellt gewesen, ist das Zeugnis von einem Mitglied der Geschäftsleitung auszustellen. Der Unterzeichnende muss in dem Zeugnis außerdem auf seine Position als Mitglied der Geschäftsleitung hinweisen. Die Ausstellung des Zeugnisses durch einen in einem freiberuflichen Verhältnis zu einer Anwaltskanzlei stehenden Rechtsanwalts ist unzulässig. Qu.: Hümmerich, Arbeitsrecht
8. Auflage 2014



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 12.08.2014 | 13:14

Zur Klarstellung: Das ist eine verkürzte und Ihrer Auslobung angepasste Formulierungs"HILFE", die Ihre Arbeitgeberin selbstverständlich wahrheitsgemäß auf Ihre Arbeitsleistung hin prüfen und ausrichten muss.

Mfg

Ihr
W. Burgmer, RA

Bewertung des Fragestellers 13.08.2014 | 08:32

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