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Ausstellung eines Fachhochschulreifezeugnisses


21.06.2007 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich stehe vor folgender Problematik
Ich habe die 11 Klasse (Jahr 2001) eines allgemeinbildendes Gymnasium in Niedersachsen erfolgreich abgeschlossen (Schulischer Teil der Fachhochschulreife) und im Anschluss eine Ausbildung zur Mediengestalterin absolviert (Abschlusszeugniss Jahr 2004). Somit verfüge ich nach dem Gesetz in Niedersachsen über die Fachhochschulreife. Nun bewerbe ich mich für ein Studium an einer Fachhochschule in Niedersachsen und benötige ein Fachhochschulreifezeugnis mit einer Durchschnittsnote. Meine Berufsschule sagte mir, dass sich die Note aus den Abschlusszeugnissen des Gymansiums und der Zeugnisse der Berufsschule sowie dem Ergebnis der Abschlußprüfung zusammensetzt. Mein Gymnasium bestreitet das, und meint, dass die Noten aus der Berufsausbildung keine Rolle beim errechnen der Durchschnittsnote spielen.
Nach dem neuen Gesetzt (Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Fachgymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg (AVO-GOFAK) gebe ich meinem Gymnasium recht, allerdings sagte mir die Landesschulbehörde Lüneburg, dass dieses 2006 geändert wurde und es zu der Zeit, als ich meinen Abschluss gemacht habe (Jahr 2004) das alte Gesetz wirksam war, wo die Noten der BBS und der Ausbildung mit in die Berechnung eingeflossen wären. Hätte ich also sofort, im Jahre 2004 mein Zeugniss beantragt, hätte ich einen besseren NC als wenn ich das heute beantrage.
Ich warte nun seit März 07 auf dieses Zeugniss, was nun nach dem neuen Gesetzt ausgestellt wurde. Ich muss mich bis zum 15.7 an der FH bewerben und bin verzweifelt weil der nach dem neuen Gesetzt errechnete NC mich nun meinen Studienplatz kosten kann.

Meine Frage an Sie ist:

1.) Ist bei der Ausstellung des Zeugnisses das Gesetzt zu beachten, das zur Zeit des erworbenen Abschlusses galt (Jahr 2004) oder wird hier der Zeitpunkt der Antragsstellung (somit das Jahr 2007) und das heutige Gesetzt in Betracht gezogen?

Es ist mir leider nicht gelungen herauszufinden, was das alte Gesetzt besagte. Meine Information, dass sich die Note damals aus den Zeugnissen des Gymnasiums, der BBS und der Kammer zusammensetzt habe ich aus den Auskünften eines Lehrers der BBS und einer Frau der Landesschulbehörde Lüneburg.

Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben summarisch gern wie folgt beantworten möchte.

Zutreffend ist, dass die „Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Fachgymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg (AVO-GOFAK)“ vom 19. Mai 2005 nach deren § 29 Satz 1 am 01.08.2005 in Niedersachsen in Kraft getreten ist. Der Zeitpunkt liegt also zwischen dem Ihres Erreichens der Fachhochschulreife und dem Ihrer Antragsstellung.

Fraglich ist bei Ihnen daher, ob das Datum der Antragstellung oder der Zeitpunkt des Abschlusses Ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin maßgeblich ist. Ihr Anspruch auf Erstellung eines Zeugnisses über die Fachhochschulreife ist mit dem Tag der erfolgreichen Absolvierung Ihrer Ausbildung entstanden, d.h. bereits im Jahre 2004, als noch die alte Verordnung gültig war.

Da Sie Ihren Anspruch schon zu diesem Zeitpunkt erworben haben, kann die Neuregelung für Sie keine Berücksichtigung mehr finden. Der Zeitpunkt der Antragsstellung ist hierfür irrelevant. Andernfalls hinge es lediglich von Zufällen ab, welche Verordnung Anwendung findet.

Um es auf den Punkt zu bringen: Es kann schlichtweg nicht sein, dass es jemand kurz vor Inkrafttreten der neuen Verordnung als Absolvent selbst in der Hand hätte, ggf. durch frühe Antragstellung bzw. durch Zuwarten die für ihn jeweils vorteilhaftere Regelung zur Anwendung zu bringen. Dies ist mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens nicht gemeint, so dass Sie sich auf die Altregelung und auch nur auf diese berufen können. Sie sollten daher auf der für Sie erfreulicheren Zeugniserstellung nach der Altregelung insistieren.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, Ihnen zunächst weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt

www.jeromin-kraft.de
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