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Ausstände von Provisionszahlungen


20.09.2006 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,
ich bin seit 5 Jahren in einem US-Unternehmen in der Niederlassung München angestellt, welches Produkte via indirekten Handelspartnern vertreibt. Zum Zeitpunkt meiner Einstellung existierte die Münchener GmbH noch nicht und ich habe keinen schriftlichen Vertrag ausser einem Anstellungsangebot von der Inc (USA). (meines Wissens gilt hier demnach deutsches Arbeitsrecht) In diesem US "Offer letter" steht, dass ein Teil meines Gehaltes auf POS Daten (Verkaufsdaten unserer Produkte via Distributionspartner) basiert, es ist keine Situation zu möglichen "Abzügen" erwähnt.
Ich werde mit fixem und variablem Gehalt bezahlt, zusätzlich bei 100+% Leistungen steht mir ein Bonus zu.
Einer unserer Handelspartner hatte kürzlich Konkurs angemeldet, hatte jedoch die Ware bereits verkauft und als verkauft an uns gemeldet. Aufgrund des Konkursverfahrens und des hohen bereitgestellten Kredits seitens unserer US Mutter hat unser Unternehmen Zahlungen anscheinend nicht erhalten. Nun hat man mir (und Kollegen) für Juni, Juli (und ich schätze auch August) ca. 50% von meiner Provision abgezogen. Dies ohne Begründung trotz mehrfacher Nachfrage. Auch hat man mir bis heute keinerlei "Commission Sheets", also Provisionsabrechnungen für diese Monate übergeben, auch trotz mehrfacher Aufforderungen nicht. Ein Teil meiner Kollegen haben in ihrem deutschen Arbeitsvertrag vereinbart, dass Kürzungen in solchen Fällen möglich sind, ich jedoch wie gesagt nicht.
Ich bin der Meinung, dass dies unrecht ist und dass die Firma nicht einfach Provisionen kürzen kann, die wir mit Verkäufen erarbeitet haben.

Desweiteren kam die letzte Provisionszahlung ca. 10 Tage zu spät, auch hierüber erhielten wir erst am 4. September (also nach Monatsende) Information.

Wie gehe ich vor?

Danke vorab
Ilka

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie sollten zunächst Ihren Arbeitgeber zur Zahlung der austehenden Provision und Hergabe der Provisionsabrechnungen auffordern.

Dieses geschieht schriftlich unter genauer Aufschlüssung der Provisionen, die Ihnen zustehen. Im Schreiben müsen Sie Ihren Arbeitgeber dann auffordern, den von Ihnen errechneten Betrag binnen 10 Tagen zu zahlen.

In Ihrem Fall sollten Sie auf Nummer sicher gehen, in dem Sie dieses Schreiben zum einen an die USA Firma senden und an die Niederlassung in München. Dann haben Sie jedenfalls die entsprechenden Aufforderungen jedem zugeleitet.

Sollte Zahlung nicht erfolgen, können Sie Ihren Anspruch gerichtlich geltend machen. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass Sie Ihre eigenen Kosten für das Arbeitsgerichtsverfahren auf jeden Fall zu tragen haben, auch wenn Sie das Verfahren vor dem Arbeitsgericht gewinnen.

Vor gerichtlicher Geltendmachung sollten Sie aber einen Kollegen vor Ort aufsuchen. Insbesondere sind die, nach Ihrer SChilderung auch spärlichen, Unterlagen zu prüfen. Auch ist zu klären, wie in der Vergangenheit verfahren worden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle



Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2006 | 09:46

Danke für Ihre Antwort. Jedoch kann ich keine Provisionen aufschlüsseln, wenn mir die Provisionsunterlagen (die ja eigentlich Teil meiner Gehaltsabrechnung sind) nicht übergeben werden. Dies ist nach mehrfacher Aufforderung mündlich und schriftlich bis dato nicht geschehen.

Kann ich davon ausgehen, dass meine (Arbeits-Rechtsschutzversicherung die anfallenden Kosten für ein Gerichtsverfahren übernimmt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2006 | 09:52

Es wird dann auf eine sogenannte Stufenklage (Herausgabe der Unterlagen, Berechnung der Provision und Provisionszahlung) hinauslaufen.

Sofern dieses Risiko mitversichert ist, wird der Rechtsschutzversicherer die Kosten übernehmen; hier sollten Sie vorab dort anrufen, en Fall kurz schildern und die Kostenzusage sich schriftlich benen lassen. Danach sollten Sie dann SOFORT einen Rechtsanwalt beauftragen; slbstverständlch kann dieses auch über unser Büro erfolgen.

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