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Aussengestaltung Mehrfamilienhaus ohne Abstimmung mit Eigentümern

| 14.08.2018 17:44 |
Preis: 70,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Ich bin Eigentümer einer Attikawohnung mit umlaufender Terrasse in Mehrfamilienhaus (8 Parteien). Boden der Terrasse musste um 10 cm angehoben werden, aus Sicherheitsgründen auch der umlaufende Handlauf der Brüstung. Bisheriger Handlauf angenehm unauffällig aus olivfarben gestrichenem rechteckigem Stahlprofil (HxB=2x5 cm) auf Stützen (2x2 cm) in jeweils 100 cm Abstand. Darauf wurde nun montiert: auf 12 cm hohen Stützen (2x2 cm) ein verzinktes Rohr mit 60 (!) mm Durchmesser. Resultat: ein monströs-auffälliger Anblick, sowohl von außen als insbesondere von innen, d.h. von unserer und der benachbarten Attikawohnung, den wir unerträglich finden.
Diese Konstruktion wurde zwischen dem Leiter der das Mehrfamilienhaus betreuenden Verwaltungsgesellschaft und dem beauftragten Baubüro abgestimmt. Kein Eigentümer, auch nicht die beiden Verwaltungsbeiräte (selbst Eigentümer) wurden einbezogen. Wir wurden alle vor vollendete Tatsachen gestellt.
Meine Frage: War das Vorgehen von Verwaltung und Baubüro im Einklang mit der Gesetzeslage? Wenn nein: was können wir tun?
PS: Ich habe bereits protestiert; Verwaltung und Baubüro stellen sich aber tot.

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Sehr geehrter Fragensteller,

grundsätzlich darf die Verwaltung nur Maßnahmen der laufenden Verwaltung / Instandhaltung ohne Zustimmung der Eigentümer durchführen - § 27 Abs. 1 Nr. 2 WEG, aber keine Maßnahmen durchführen, die wie hier in den Bereich der baulichen Veränderung wegen des tiefgreifenden optischen Eingriffs gehen. Siehe z.B. BGH, Urt. v. 14.12.2012, Az. V ZR 224/11.

Ich würde dem Verwalter per Einwurfeinschreiben eine Frist bis zum 14.09.2018 zwecks Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes unter konkreter Beschreibung desselbigen setzen. Wenn das nicht fruchtet, muss man klagen.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- RA -

Nachfrage vom Fragesteller 16.08.2018 | 10:18

Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands reicht nicht aus, da die Erhöhung des Handlaufs aus Sicherheitsgründen baurechtlch vorgeschrieben ist. Es entstehen durch Abbau der jetzigen Lösung und Herstellung/Montage einer neuen abgestimmten Lösung Zusatzkosten. Wer trägt diese?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.08.2018 | 10:21

Sehr geehrter Fragensteller,

wenn der Verwalter unabgestimmt mit den Eigentümern nachteilige bauliche Veränderungen vornimmt, die diese dann angreifen, muss er nach § 280 BGB im Rahmen des Schadensersatzes die Kosten selber tragen.

Insofern würde es sich, wenn die Veränderungen zwingend waren, anbieten, gemeinsam mit den anderen Eigentümern ein anderes optisches Konzept zu entwickeln. Normalerweise dürfte ein Verwalter auch dann reagieren, wenn ihn mehrere Eigentümer anschreiben.

MfG
D. Saeger
- RA -

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 18.08.2018 3,8/5,0
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