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Ausschluss aus dem Verein

09.04.2015 19:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Ich bin Gründungsmitglied eines Narrenvereines (2010) ,


Dieses Jahr begann alles ganz normal. Bis der Vater unseres 1.Vorstand verstarb und er sich für die Faschingszeit entschuldigte.
Unser 2.Vorstand übernahm ab da die Verantwortung. An einem Wochenende war auch dieser verhindert, so das ich als Schriftführerin die 2 Tage die Verantwortung übertragen bekam.

Nach der Faschingszeit haben wir immer einen Abend, wo wir uns aussprechen, was gut war oder auch nicht und was man besser machen kann.
Mir wurde vorgeworfen das ich die Mitglieder angepfiffen habe. Das sah so aus. Als Gruppe sollte man zusammen bleiben. Man sollte aber doch einem Verantwortlichen Bescheid geben, wenn man irgendwo hin geht oder so.
Wir waren alle zusammen und gingen gemeinsam los. Bis ein Mitglied sagte wir haben ja noch Zeit und können uns noch hier etwas aufhalten.
Das taten wir auch.
Dann gingen wir Richtung Aufstellungsplatz, das heißt da versammeln sich alle Narrenvereine und warten bis der Umzug los geht.
Als ich mich umdrehte fehlten 3 Mitglieder. Ich ging dann zurück, sagte zu den Mitglieder, wenn was ist sollen sie doch bitte Bescheid sagen auch Gruß vom Vorstand.

Ein Mitglied sagte was der Vorstand sagt, interessiert Ihn nicht, er macht was er will. Diese Mitglied sagte dies auch an dem Abend und das ich sagte das mir der Kragen jetzt platzt.
Ich sagte nur interessiert mich jetzt auch nicht mehr dann mach was Du willst...Ein anderes Mitglied sagte ich hab sie angeschrien, stimmt so nicht meine Stimme war nur etwas lauter wie Ihre auch.

Dann wurde mir vorgeschmissen das 3 Mitglieder wegen mir letztes Jahr ausgetreten sind.
Ein Mitglied ist psychisch krank, dieser hat meinem Mann geschreiben, hatten privaten Kontakt, die Faschingszeit war schön, aber es bringt Ihm nichts, er muss erst mal sehn das er wieder gesund wird. Da sagte mir der Vorstand, das er damit gerechnet hat, das dieser austritt.

Das zweite Mitglied, kann keine Maske mehr aufziehen, weil sie leichtes Asthma hat und schlecht Luft bekommt. Dies wusste der Vorstand und hat aber an diesem Abend nichts gesagt, als es mir vorgeworfen wurde. Mit diesem Mitglied bin bis heute noch privat befreundet.

Das dritte Mitglied ist ausgetreten, weil wir seine Lebensgefährtin, damals nicht als aktives Mitglied übernommen haben.

Jetzt soll ich Schuld daran sein, weil die drei ausgetreten sind.

Ein anderes Mitglied meinte Art, wenn ich manchmal was sage, sei nicht ok...
Kann sein, möchte ich nicht bestreiten. Arbeite daran.

Jetzt bekomm ich den Ausschluss vom Verein, mit der Begründung,

Das ich den Verein und deren Mitglieder durch mein Fehlverhalten in der Öffentlichkeit in Misskredit gebracht habe.

Und weil mich der Vorstand angeschrieben hat über sms, habe nur 1x geantwortet, seine Aussage, weil ich auf die anderen sms nicht reagiert habe, sind sie auch zu diesem Entschluss gekommen.





Einsatz editiert am 09.04.2015 19:43:52

Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gehe ich davon aus, dass Sie wissen möchten, ob der Ausschluss aus dem Verein rechtmäßig erfolgt ist.
Zur rechtlichen Situation des Ausschlusses eines Mitglieds gibt es keine gesetzliche Regelung.
Unabhängig davon, wie man Ihr Verhalten beurteilt, wäre zunächst aber einmal zu überprüfen, ob der Ausschluss mit der Satzung des Vereins vereinbar ist.
Da der Ausschluss aus dem Verein die schwerste Vereinsstrafe ist, sollte die Zulässigkeit und die Gründe dort klar und unmissverständlich geregelt sein.
In der Satzung ist normalerweise auch das Verfahren geregelt, mit dem ein Mitglied ausgeschlossen werden kann, d.h. die Frage, wer für den Ausschluss zuständig ist. Welche Rolle spielt der Vorstand oder die Mitgliederversammlung?
Aus Ihrer Schilderung geht nicht eindeutig hervor, wer Sie ausgeschlossen hat.
Fehlen solche Regelungen über den Ausschluss eines Mitgliedes in der Satzung, dann ist die fristlose Kündigung eines Vereinsmitgliedes durch Beschluss der Mitgliederversammlung grundsätzlich zulässig.
Begründet wäre ein Ausschluss dann, wenn Sie so grob und beharrlich gegen Mitgliederpflichten verstoßen hätten, dass eine weitere Mitgliedschaft für den Verein nicht zumutbar wäre.
Ein solches unzumutbares Verhalten Ihrerseits kann ich aufgrund Ihrer Schilderung tatsächlich nicht erkennen.
Im übrigen scheint mir, dass Sie vor dem Beschluss über den Ausschluss nicht angehört worden sind und man Sie insofern unfair behandelt hat.

Falls Sie eine gerichtliche Überprüfung Ihres Ausschlusses anstreben, so ist dies grundsätzlich möglich. Ich weise aber darauf hin, dass das Gericht lediglich überprüft , ob das in der Satzung niedergelegte Verfahren über den Ausschluss beachtet worden ist ,- wozu ja z. B. die Zuständigkeit des entscheidenden Vereinsorgans gehört - oder ob der Beschluss willkürlich ist.
Ich gehe aber davon aus, dass Ihnen mit einer gerichtlichen Überprüfung nicht gedient wäre und würde Ihnen vielmehr raten, noch einmal das Gespräch zu suchen. Falls Sie wirklich noch an einer Fortsetzung der Mitgliedschaft interessiert sind, hilft meiner Meinung nach nur eine offene Aussprache, und kein " Simsen". Vielleicht weisen Sie im Gespräch darauf hin, dass es sich schließlich um einen Narrenverein handelt und ein echter Narr daher auch nicht alles so ernst nehmen sollte, falls der eine oder andere sich u.U. nicht richtig verhalten hat.
Falls die Stimmung aber vielleicht schon zu vergiftet sein sollte, denken Sie daran: Es gibt sicherlich auch noch andere lustige Narrenvereine.
Ich hoffe, Ihnen mit meinem Rat geholfen zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Lucia König
Rechtsanwältin

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