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Ausschließlich betreuter Umgang - telefonieren und schreiben dennoch erlaubt?

10.06.2018 11:15 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Umgangsrecht

"Wegen Regelung des Umgangs hat das Amtsgericht..... beschlossen:

1. Dem Vater steht mit der gemeinsamen Tochter Maria aussschließlich ein betreutes Umgangsrecht nach den Weisungen des zuständigen Jugendamts zu

weiter unten in einem anderen Punkt:
4. Dem Vater wird aufgegeben, im Rahmen der Vorgaben der durchführenden Organisation an den begleiteten Umgängen teilzunehmen, insbesondere den von der Sachverständigen festgestellten grenzverletzenden Kommunikationsstil im Whatsapp bzw. sonstigen Kontakt über soziale Medien mit dem Kind zu unterlassen."


Briefe, Telefonanrufe und Kommunikation über Email und Whatsapp zählen doch auch zum Umgang? Wenn nun im Beschluss steht, das es aussschließlich einen betreuten Umgang gibt, darf der Vater dann weiterhin Briefe schreiben und per Whatsapp und Telefon kommunizieren? Oder wäre das damit ausgeschlossen? Widerspricht sich hier etwas? Ist das Auslegungssache?

Zu Punkt 4.: Würde das heißen, eine grenzverletztende Kommunikation ist zu unterlassen, generell aber Kommunikation über Whatsapp erlaubt?

Für mich ist das so nicht ganz eindeutig. Das Problem ist - der Vater schickt fast täglich Briefe, die einen manipulativen Charakter haben. Sie sollen dem Kind suggerieren, dass es ihm bei der Mutter schlecht geht oder auch - "Schade...das wir nicht zusammen frühstücken können..usw." Das Kind soll traurig sein, weil es nicht beim Vater sein kann. Der Vater selbst hat keinerlei Einsicht, dass sein Verhalten kindeswohlgefährdend ist und deshalb der Umgang eingeschränkt wurde - somit übernimmt er auch keine Verantwortung oder versucht, sein Verhalten zu ändern. Die böse Mutter, das böse Jugendamt, das böse Gericht - ist Schuld an dem Unglück. Das vermittelt er dem Kind (fast 14 Jahre alt).

Der Kinderschutzbund, welcher den begleiteten Umgang durchführt meinte - ich solle selbst darüber entscheiden, ob ich die Briefe öffne, an das Kind weitergebe oder nicht. Ich finde allerdings, das ist grundsätzlich nicht in Ordnung und stellt einen Verletzung der Persönlichkeitsrechte meines Kindes dar. Ich weiß allerdings, dass der Inhalt der Briefe das Kind belastet.
Die Kommunikation über Whatsapp usw. lässt sich sowieso nicht kontrollieren.





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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben Recht, dass der Beschluss nicht eindeutig ist! Leider wurde nicht mit aufgenommen, ob Kontakt per Telefon, Mail usw. weiter erlaubt ist, wie Sie selber schreiben. Grundsätzlich bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, den Beschluss klarstellend gerichtlich abzuändern oder - wie vom Kinderschutzbund empfohlen - , selber zu entscheiden. Ich kann versteh3n, dass Ihnen das schwerfällt, Post, die an ihr Kind gerichtet ist, zu zensieren. Eine andere Möglichkeit als die 2 Alternativen sehe ich leider nicht!

Gerne helfen wir Ihnen auch bei Gerichtsverfahren im Rahmen einer Beauftragung weiter.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.06.2018 | 11:42

Vielen Dank, für Ihre freundliche Antwort.
Das heißt, ich darf die Post meines Kindes kontrollieren, bzw. diese nicht an das Kind weiterleiten? Ich dachte, dies würde die Persönlichkeitsrechte verletzen. Wie ist dies juristisch zu sehen?
Der Vater selbst und seine Anwältin sind der Meinung, telefonieren und schreiben dürfe gar nicht verboten werden.

Die Richterin hätte dies also klar regeln müssen - zumal sie die den Inhalt der Kommunikation kannte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2018 | 01:06

Sie müssen - wenn Sie das Recht des Kindes darin sehen, dass es einen Anspruch auf Briefgeheimnis hat - abwägen, ob hier ggf das Kindeswohl dem entgegensteht. Wenn das der Fall ist, können Sie die Post abfangen und ihr Kind schützen - überspitzt gesagt: Sie würden ja auch nicht Ihrem Kind einen Brief mit einem Mordopfer, Kriegsbildern oder banal Monstern zeigen, weil Sie es schützen wollen! Natürlich sind Sie nur auf der sicheren Seite, wenn Sie dies auch gerichtlich noch regeln würden - in Ergänzung der bisherigen Regelung! Gerne helfen wir Ihnen bei einem solchen Antrag weiter!


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