Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ausschlagung Erbe vor Testamentseröffnung


| 28.05.2006 20:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte/r Herr/Frau Rechtsanwalt/wältin,
mein Onkel ist am 09.05.06 verstorben. Beim Tod seiner Ehefrau 2002 wurde mir deren gemeinsames Testament (Ehe- und Erbvertrag) eröffnet, nachdem ich nach dem Tod des Letztversterbenden Erbin werde. Ob es ein weiteres Testament gibt, ist offen, aber sehr unwahrscheinlich. Ich muss also davon ausgehen, dass ich Erbin bin. Der Nachlass ist allerdings überschuldet, ich möchte das Erbe ausschlagen. Beginnt für mich die Frist bereits nach dem Todesfall, da ich ja von einem Testament bereits weiß, oder erst nach der Eröffnung des (alten) Testaments? Kann man ein Erbe bereits vor Testamentseröffnung ausschlagen, um ganz sicher keine Frist zu versäumen? Wie bemisst sich die Notargebühr, wenn die Höhe des Nachlasses aufgrund der sehr komplizierten Verhältnisse und der Schulden gar nicht so schnell bestimmt werden kann?
Danke für Ihre Hilfe

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Die Frist für die Ausschlagung beträgt nach § 1944 BGB sechs Wochen.
Diese Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Erbe von dem Anfall und seiner Berufung positive Kenntnis erlangt hat.
Bei einer Berufung durch eine Verfügung von Todes wegen (Testament) beginnt die Frist frühestens mit der Verkündung des Testaments.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes reicht aber die Eröffnung als Verkündung einer Verfügung von Todes wegen nicht aus, wenn der Erbe zu ihr nicht geladen gewesen ist; verkündet ist erst dann, wenn der Erbe von der Eröffnung Kenntnis erlangt (BGH NJW 91,169).

Für die Ausschlagung der Erbschaft berechnet das Nachlaßgericht oder der Notar ein Viertel der vollen Gebühr auf der Grundlage des Nachlasswerts. Die Notargebühr ist noch mehrwertsteuerpflichtig.
Ohne Berechnung des Nachlasswerts kann demnach auch keine Gebühr festgelegt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sache gegeben habe. Bei Unklarheiten nutzen Sie die einmalige kostenlose Nachfrage.

Einstweilen verbleibe ich


mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -


info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2006 | 20:42

Sehr geehrter Herr Roth,
danke für die Hilfe. Nur noch mal zur Klarstellung: ich habe also Zeit bis zur Eröffnung des Testaments meines Onkels, obwohl es sehr wahrscheinlich den gleichen Inhalt hat wie das mir bereits bekannte (gemeinschaftliches Testament Onkel und Tante) und ich also "eigentlich" schon jetzt weiß, dass ich Erbin werde? Herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.05.2006 | 20:44

Das ist richtig. Ich wünnsche Ihnen alles Gute.

MfG
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnell, auch bei der Nachfrage. Bin sehr zufrieden! "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER