Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ausrechnung des Kinderunterhalts ab 18 Jahre


18.02.2005 07:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Mein Sohn wird im April 18 Jahre. Er geht noch zur Schule. Da ich schon lange kein Kontakt mehr habe, weiß ich nicht wie lange und welchen Abschluß er machen möchte.Nun bekam ich wieder Post vom Anwalt. Mein Sohn beantragt über diesen Kindesunterhalt. Nach der Ausrechnung des Anwaltes habe ich ein monatliches Nettoeinkommen von 2181,-- € und meine geschiedene Frau ein Einkommen von 1351,95 €. Somit befinden wir uns lt. Düsseldorfer Tabelle in der 10. Einkommensstufe. Da wir aber nur ein Kind haben, werden wir in der 12. Stufe bemessen. Das heißt es steht meinem Sohn ein Unterhaltsgeld von 622,-- € zu. Nach Abzug des Selbstbehaltes soll ich 72,37 % vom Unterhalt zahlen, das entsprícht einen Betrag von 450,-- Euro, abzüglich 77,-- € Kindergeld .


Meine Fragen lauten:


1. Ist die Höhergruppierung auch noch ab
18 Jahren gerechtfertigt?
2. Letztes Jahr habe ich mir ein neues Auto
kaufen müssen, werden die Kreditraten
nicht berücksichtigt? Mein altes Auto war durch
meine damalige Außendiensttätigkeit stark
beansprucht und reparaturbedürftig.
3. Ich habe gelesen, daß man die private Altersvorsorge
mit einberechnen kann. Ist das möglich?
4. Wie sieht das mit der Arbeitspauschale von 5% aus?
Wann darf man diese in Abzug stellen?
5. Muß ich das Unterhaltsgeld auf das Konto
meiner geschiedenen Frau überweisen? Denn ich
befürchte,daß das dann nicht meinem Sohn zugute kommt.
( Zeigte sich in der Vergangenheit )
6. Habe ich ein Recht auf Auskunft der schulischen
Leistungen meines Sohnes?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

hier die Antworten auf Ihre Fragen:

1. Die Höherstufung wird von OLG Bezirk zu OLG Bezirk unterschiedlich gehandhabt. Die Süddeutschen Oberlandesgerichte, wie München und z.B. OLG Düsseldorf nehmen keine Höherstufung vor. Andere OLG handhaben die Sache anders. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mitteilen, kann ich Ihnen das für Sie zuständige OLG nennen und die Frage genauer beantworten.

2. Kreditraten können auch für ein Fahrzeug in Ansatz gebracht werden, wenn das Fahrzeug für die berufliche Tätigkeit unbedingt erforderlich ist und es sich um einen angemessenen Teilzahlungsplan handelt. Das ist natürlich genau darzulegen.

3. Private Altersvorsorge wird zum Teil von den Gerichten berücksichtigt. Dabei wird aber darauf angestellt, dass es sich wirklich nur um Altersvorsorge handelt und nicht um Vermögensbildung. Dieses muss dargelegt werden. Die "Riesterrente" wird zum Beispiel in Oldenburg anerkannt.

4. Ob der Abzug der 5%igen Pauschale vorgenommen werden kann, ist wiederum vom zutsändigen OLG abhängig. Die überwiegende Anzahl erkennt den pauschalen Abzug an. Andere verlangen genaue Darlegungen. Wichtig ist noch, dass Sie bei Abzug der Pauschale nicht daneben auch die Kosten für das Fahrzeug geltend machen können. Es geht nur der pauschale Abzug oder der Abzug, der meistens höheren Kosten für ein beruflich genutzes Fahrzeug.

5. Wenn Ihr Sohn die Zahlung auf das Konto der Mutter verlangt, sind Sie hierzu verpflichtet.

6. Sie haben nur dann einen Anspruch auf Auskunft, wenn Sie konkrete Anhaltspunkte dafür haben, dass eine sogenannte Ausbildungsverzögerung vorliegt. Da der Berechtigte gehalten ist, seine Ausbildung mit Fleiß und Zielstrebigkeit zu betreiben, kann ein Auskunftsanspruch bestehen, wenn Sie Anhaltspunkte dafür haben, dass das gerade nicht der Fall ist oder es zu einer Verzögerung gekommen ist. Bei jeder Ausbildungsverzögerung stellt sich die Frage, ob dadurch entstehende Mehrkosten von Ihnen zu tragen sind.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 18.02.2005 | 10:52

Ich wohne in Gladbeck. OLG Hamm ?
Ist die Ausrechnung von dem Anwalt dann korrekt?
Ich bedanke mich für Ihre Auskunft.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.02.2005 | 11:45

Es ist das Oberlandesgericht Hamm.

Nach den Hammer Leitlinien kommt meines Erachtens eine Höherstufung in Betracht. Zum einen ist in den Leitlinien der Ausschluss der Höherstufung, wie in anderen nicht genannt. Weiter ist unter dem Punkt Kindesunterhalt Bemessungsgrundlage ausdrücklich die Höherstufung genannt. Dieses bezieht sich auch auf den Unterhalt für volljährige Kinder, wenn sie keinen eigenen Hausstand haben.

Mit den von Ihnen genannten Zahlen ist die Berechnung richtig.

Es ist natürlich die Frage, ob Ihr Einkommen richtig berechnet worden ist. Das sollten Sie überprüfen lassen.

Nach den Hammer Leitlinien kommt nicht der Abzug einer Pauschale in Betracht. Aufwendungen sind konkret darzulegen. Dieses gilt auch für die Anschaffungskosten des Fahrzeuges. Es sollte berechnet werden, was für Sie am günstigsten ist. Unter Umständen könnten Fahrtkosten geltend gemacht werden. Neben Fahrtkosten können zwar nicht mehr Kreditkosten, Reparaturen etc. geltend gemacht werden. Es wäre dann ein reines Rechenexempel, was für Sie am günstigsten ist.

Nach den Leitlinien sind zumindest Kapitallebensversicherungen nicht als notwendig erachtet worden. Sie können in der Regel nicht abgezogen werden.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER