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Auslegung des Begriffes 'Bargeld' im Erbrecht

| 12.04.2015 19:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Zusammenfassung: Definition "Bargeld" (im Testament)

Im Testament wurde verfügt:
"Zu meinem Erben bestelle ich meinen Cousin, Herrn X. Mein Erbe erhält mein gesamtes bewegliche Vermögen als Vorausvermächtnis.
Die Nichte meines verstorbenen Mannes erhält als Vermächtnis die Hälfte des bei meinem Tode vorhandenen Bargeldes.
Den Wert meines Vermögens gebe ich mit 12.000,00 Euro an."
Bei Eintritt des Erbfalles wurden folgende Vermögensbestände ermittelt:
- Bargeld (Münzen/Scheine) = 600,00 Euro
- Guthaben Girokonto = 300,00 Euro
- Guthaben Sparvertrag = 12.000,00 Euro
- 100 Fondsanteile;Wert = 3.000,00 Euro

Frage: Welchen Geldbetrag kann die Vermächtnisnehmerin vom Erben fordern?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage nach dem Geldbetrag, den die Vermächtnisnehmerin fordern kann, beantworte ich wie folgt.

Der Erblasser ordnet an, dass die Vermächtnisnehmerin "die Hälfte des [...] vorhandenen Bargeldes" erhalten soll.

Bargeld/verkörpertes Geld ist im Gegensatz zum sogenannten Buchgeld (Forderungen gegenüber einer Bank auf Auszahlung von Guthaben), wie Geld im gegenständlichen Sinne, d.h. Banknoten/Geldscheine und Geldmünzen (Palandt/Grüneberg, BGB, § 245, Rdnr. 3; Prütting/Wegen/Weinreich/Schmidt-Kessel, BGB, § 245, Rndr. 2).

Sparguthaben und Fondanteile sind danach Buchgeld.

Unterstellt im Zeitpunkt des Todesfalles waren 600 € in Scheinen und Münzen vorhanden und der Erlasser hat unter "Bargeld" nicht etwas anderes als verkörpertes Geld darunter verstanden, so hat die Vermächtnisnehmerin einen Anspruch auf 300 €.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.04.2015 | 20:31

Wie kann/soll/wird festgestellt/ermittelt werden, ob der Erblasser nichts anderes als verkörpertes Geld unter "Bargeld" verstanden hat, wenn dieser nicht mehr gefragt werden kann - weil verstorben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2015 | 20:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine etwaige andere Verwendung des Begriffs "Bargeld" durch den Erblasser ließe sich mittels Zeugen beweisen, die bestätigen können, dass der Erblasser unter Bargeld etwas anderes als Münzen und Scheine verstanden hat.

Herrscht über die Bedeutung des Begriffs Bargeld streit, müsste ein Gericht entscheiden.

Ohne Anhaltspunkte ist davon auszugehen, dass der Erblasser den Begriff in seiner objektiven Bedeutung verwendet hat.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.04.2015 | 22:27

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