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Auslandsrentner mit Minirente vom FA Neubrandenburg erschreckt !

| 08.05.2019 03:45 |
Preis: 48,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Malek Shaladi


Zusammenfassung: Im Rahmen einer Pfändung kann neben monatlichem Arbeitseinkommen auch die Rente unter Berücksichtigung von Freigrenzen gepfändet werden.

Ich bin seit Februar 2016 Rentner mit einer sage und schreibe Minirente von jetzt 627 €.
Bin dann am 1. Mai aus überlebensstrategischen Motiven mit meinem Oldtimer WoMo auf nach Spanien, u.a. dem besseren Klima wegen.
Nach fast drei Jahren des mehr schlechten als rechten Lebens, entschied ich mich nach NICARAGUA
Umzusiedeln.
Seit dem 7. Februar 2019 lebe ich also in diesem Wunderschönen Land mit seinem gesunden Klima und von meiner Rente kann ich hier endlich Menschenwürdig leben.
Ich habe sonst keine Einkünfte, ab und zu denkt meine Mama an mich.
Mein Konto führe ich weiterhin in D.
Und wenn man denkt, es kann nur besser werden, trifft einen der Schlag !!
Kommt doch da Post an meine ehemalige Adresse in Teuschland, die mir wie immer von meiner
Ehemaligen Partnerin per E-Mail übermittelt wird.
Ein Brief vom FA Neubrandenburg !!
Ich währe für die letzten drei Jahre steuerpflichtig und als Auslandsrentner stände mir auch kein
Freibetrag zu !
Also Steuern vom ersten Euro an.
Mittlerweile habe ich mir die Finger wund gegoogelt und bin einigermaßen auf dem laufenden –
Bezahlen kann ich den ( noch offenen ) Betrag aber wohl nicht, will ich auch nicht, jedem Menschen steht doch wohl ein Grundfreibetrag zum Leben zu ! Und nur weil ich im Ausland lebe, habe ich kein Recht darauf ?
Also denke ich, wenn es zum schlimmsten kommt, mein Giro in ein P Konto umzuwandeln und gut ist !

Nun sagte mir Jemand, dass dieses nichts nützt, weil die gleich bei der RV pfänden können – dann würde ich ohne Mittel dastehen, und da ich auch keine KV habe wäre das natürlich Fatal, da hier zwar die Medizinische Grundversorgung für alle gratis ist – aber eben nur die Grundversorgung !

Für eine verbindliche Auskunft bezüglich der Rentenpfändung bin ich sehr dankbar.
Dann könnte ich wieder Schlafen !

liebe Grüße







Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Information dass Renten gepfändet werden können stimmt. Allerdings sind auch hier Pfändungsfreigrenzen zu beachten, und zwar jeden Monat aufs Neue.
Derzeit gilt eine
Freigrenze in Höhe von 1.139,99 Euro fürAlleinstehende (nichtvverheiratet, keine unterhaltspflichtigen Kinder, Stand August 2018).

Alles was über diese Grenze verdient wird (eben auch Rente) wird an den Gläubiger zuvor ausgekehrt.

Sie verdienen offensichtlich deutlich unter dieser Grenze.

Ich rate Ihnen daher dringend mit dem Finanzamt das Gespräch zu suchen. Wenn Sie darlegen, dass wirklich "nichts zu holen" ist, könnte
ein Verzicht oder eine Stundung in sehr kleinen Raten vereinbart werden. Hierzu werden Sie um eine Abgabe der Vermögensauskunft wohl nicht herumkommen.

Bitte beachten Sie außerdem, dass Steuerschulden vererbt werden. Es ist nicht auszuschließen dass etwaige Verwandte, im Falle eines Erbfalles eine Überraschung erleben. Auch aus diesem Grund sollten Sie das Gespräch mit dem Finanzamt (oder dem Gerichtsvollzieher, soweit bereits eine Vollstreckung eingeleitet wurde) suchen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2019 | 13:03

Sehr geehrter Herr Shaladi,

Herzlichen Dank für die Antwort.
Der Vorgang ist ja gerade erst angelaufen. Selbstverständlich versuche ich, die Angelegenheit gütlich zu
Einigen !
Aber, von einem sogenannten "Steuerexperten", der für die Übernahme der Steuererklärung mal eben 800 €
veranschlagt hat, wurde mir gesagt, dass das FA die Rente direkt bei der RV Pfänden kann !!! – sodass ich mittellos dastehen würde !
Ist das nun möglich oder nicht ??

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2019 | 14:07

Das läuft folgendermaßen ab.
Das Finanzamt wird sich an den Rentenversicherungsträger wenden und die Forderung anmelden. Wenn keine Einwände geltend gemacht werden wird die Auszahlung ihrer Rente erst erfolgen, nachdem jeder Cent über der Pfändungsfreigrenze an das Finanzamt ausgezahlt ist. Da sie aber deutlich darunter verdienen, erfolgt keine Auszahlung. Das Finanzamt wird damit quasi "leer" ausgehen. Monat für Monat wird das so geprüft. Ihre geringe Rente ist Ihnen also weiterhin sicher.

Bewertung des Fragestellers 26.05.2019 | 02:12

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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"Herr Shaladi hat mir mit seiner zweiten Antwort jede Zweifel an meinen Bedenken genommen !
Seitdem schlafe ich wieder !
Da ich außer meiner Rente, seit vier Jahren, aber auch nicht die geringsten EINKÜNFTE habe/hatte, nicht mal
Eine KV, werde ich selbstverständlich daraufhin arbeiten, mich mit dem FA zu einigen und da ich kein
Geld übrig habe, hoffe ich auf Verständnis seitens desselben.
Die letzte Nachricht vom FA lautete, dass sie die Angelegenheit an die Abteilung für Nicaragua weitergeleitet
Haben .
"
Stellungnahme vom Anwalt:
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