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Auskunftspflicht zur Berechnung von Kindesunterhalt

| 22.07.2014 09:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zur Belegpflicht bei der Auskunftserteilung für die Unterhaltsberechnung

Ich bin von Rechtsanwältin der Mutter meiner Tochter aufgefordert sämtliche Unterlagen und Bankauskünfte zu geben fur den Zeitraum 01.01.2011 bis 30.06.2014.
Ich bin Angestellter, wohne in einem durch Kredit gekauftes Haus seit November 2011. und hatte von November 2011 bis Mai 2014 meine vorherige Wohnung vermietet (die ebenfalls über ein Kredit gekauft wurde). Ende Mai 2014 ist die Wohnung verkauft.
Ich möchte wissen welche genaue Unterlagen soll ich die Gegenseite geben (Steuerbescheid, Gehaltsabrechnungen, Mietverträge, Immobilien-Kredit, etc).
Wie berechnet man genau die Höhe des Unterhalts?

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Fragen möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Zunächst einmal sollten Sie sich daran orientieren, welche Unterlagen die Gegenseite anfordert. Üblich ist, dass zum Nachweis Ihres Einkommens aus angestellter Tätigkeit die letzten zwölf Verdienstbescheinigungen übersandt werden.

Um die bisherigen Mieteinnahmen nachzuweisen, können entweder die Mietverträge oder Kontoauszüge, die die Höhe der Einnahmen belegen, übersandt werden. Weisen Sie darauf hin, dass die Wohnung zwischenzeitlich verkauft ist und Sie künftig keine Mieteinnahmen mehr beziehen. Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf Vorlage der Steuerbescheide, u. U. auch der zugrundeliegenden Steuererklärungen.

Sämtliche bestehenden Kredite sollten Sie nachweisen, indem Sie entweder den Kreditvertrag oder den letzten Jahreskontoauszug der Bank übersenden.

Falls Sie Vorsorgeaufwendungen tätigen (Riesterrente, Lebensversicherung o. ä.) sollten Sie auch diese Unterlagen in Ihrem eigenen Interesse beifügen.

Der Kindesunterhalt richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Es wird zunächst Ihr Erwerbseinkommen ermittelt und um Vorsorgeaufwendungen und berufsbedingte Aufwendungen reduziert. Mieteinkünfte (für den Zeitraum, in dem sie erzielt wurden) werden hinzugerechnet, Kredite, soweit sie berücksichtigungsfähig sind, abgezogen.

Für das Wohnen im eigenen Haus wird ein angemessener Wohnwert Ihrem Einkommen hinzugerechnet, auch hier werden die Kredite berücksichtigt.

Der Kindesunterhalt ergibt sich dann unter Berücksichtigung Ihres Einkommens und des Alters des Kindes aus der Düsseldorfer Tabelle, wobei der hälftige Kindergeldbetrag (überlicherweise 92 €) vom Tabellenbetrag abzuziehen ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 22.07.2014 | 10:19

unter welchen Umständen soll ich die Steuererklärung geben und was ist genau zu verstehen unter Steuererklärungen? Samt allen Unterlagen und Belegen die ich das Finanzamt gebe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.07.2014 | 10:33

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Wenn die Gegenseite nur den Steuerbescheid und nicht die -Erklärung anfordert, übersenden Sie nur den Steuerbescheid.

Wenn die Steuererklärung angefordert wird, kopieren Sie diese mit allen amtlichen Anlagen, also z. B. Anlage V für die Einkünfte aus Vermietung, Anlage N für Einkommen aus nichtselbständiger Tätigkeit u.s.w.

Die Belege, die Sie dem Finanzamt mit der Einkommensteuererklärung übersandt haben, müssen Sie nicht unaufgefordert beifügen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 24.07.2014 | 14:46

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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"Vielen Dank Frau Anja Holzapfel!
Sie haben mir sehr geholfen.

MfG,

MB"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 24.07.2014 5/5,0
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