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Auskunftspflicht der Hausverwaltung

20.11.2006 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


ist die Hausveraltung/der Hausverwalter verpflichtet

a) jederzeit Auskünfte an Einzeleigentümer zu erteilen z.B. zu
- Stand der Beauftragung eines Gutachters, Bekanntgabe dessen
Anschrift
- beliebigen Sachverhalten, das Gem.eigentum betreffend
b) sind Beschlußfassungen der Eigentümerversammlung z.B. die
Einholung eines Energiegutachtens durch die Hausverwaltung in
der Regel unverzüglich umzusetzen oder kann sich die HV
beliebig Zeit lassen
c) ist es zulässig, durch Zurückhaltung des Heizgeldaufschlages,
zu versuchen die HV zum Tätigwerden in Sachen Energiegut-
achten zu bewegen
d) kann die Verantwortlichkeit für Bauteile -z.B.Fenster- ohne
Änderung der Teilungserklärung per Mehrheitsbeschluss oder
dem Sondereigentum/tümer zugeschoben weden

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1.
Auskunft und Rechenschaft erfolgt grundsätzlich nicht gegenüber dem einzelnen Miteigentümer, sondern gegenüber der Gemeinschaft, also im Zweifel vor der Versammlung.

2.
Feste Fristen zur Umsetzung von Beschlüssen gibt es nicht. Wenn durch die verzögerte Umsetzung zusätzliche Kosten oder Nachteile entstehen, wäre an eine Haftung des Verwalters zu denken, so dass sich dieser nicht unbegrenzt Zeit lassen kann.

3.
Damit würden Sie sich ins eigene Fleisch schneiden, da der Aufschlag nicht dem Verwalter, sondern der WEG-Gemeinschaft zugute kommt. Druck für den Verwalter würde dadurch nicht entstehen.

4.
Ein Beschluss, durch den die Vereinbarungen der Teilungserklärung geändert werden sollen, ist zulässig, wenn eine Öffnungsklausel in der Teilungserklärung dies gestattet.

Mit freundlichen Grüßen

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2006 | 13:45

bzgl. Ihrer Antworten

zu1) .. würde ja bedeuten, daß zwischen Frage und Antwurt bis zu einem Jahr verstreicht, zumal die HV sich weigert, zwecks Selbstorganisation, Anschriften der Miteigentümer mitzuteilen.
Ich kann also der gesetzlichen Regelung, daß die Eigentümer ihe Angelegenheiten selbst regel, garnicht nachkommen !?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.11.2006 | 09:41

Wenn der Verwalter sich weigert, seine Pflichten zu erfüllen, kann jeder Eigentümer gem. § 43 WEG eine Entscheidung durch den Richter ersuchen.

Zudem kann mehr als ein Viertel der Eigentümer die Einberufung einer Versammlung gem. § 24 WEG verlangen und dann den Verwalter zur Rechenschaft auffordern.

Sie sind also nicht ohne Rechte, sollten sich aber dringend umfassend beraten lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Kaussen
Rechtsanwalt


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