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Auskunftspflicht Bank gegenüber Erben


06.09.2007 12:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Person A und Person B bilden eine Erbengemeinschaft. A wurde als Testamentsvollstrecker eingesetzt und wegen Untreue vom Gericht entlassen. Es wurde festgestellt, dass A als Bevollmächtigter kurz vor dem Tod des Erblassers von verschiedenen Konten Barabhebungen vornahm. B hatte keine Vollmacht. Bis auf eine Bank wurde nach der Entlassung von A als Testamentsvollstrecker von allen Banken umfangreiche Informationen an B erteilt.

Eine Bank verweigert die Kontoinformationen mit dem Hinweis, diese schon an A weitergegeben zu haben. B möge sich diese ggflls bei A einklagen. Die Vermutung ist berechtigt, dass auch hier eine größere Summe entnommen wurde.

Frage: Hat B Anrecht auf die Kontoinformationen seitens der Bank gegen Kostenerstattung oder muss er sich diese bei A einklagen?
Ist die Bank ihrer Informationspflicht durch Informationsweitergabe an den damaligen Testamentsvollstrecker A nachgekommen und muß sie jetzt den gleichberechtigten Erben keine weiteren Informationen mehr zukommen lassen?

Vielen Dank für eine begründete Beantwortung.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich ist die Bank Ihnen gegenüber als Erben verpflichtet, jederzeit Auskunft zu erteilen. Dies kann Sie auch nicht dadurch ausschließen, dass sie angibt, sie hätte bereits Auskunft an eine andere Person erteilt. Dies ist unerheblich.

Sie müssen natürlich der Bank gegenüber Ihre Erbenstellung per Erbschein nachweisen, sofern diese es verlangt.

Es kann allerdings sein, dass Ihre Verfügungsbefugnis über den Nachlass durch die angeordnete Testamentsvollstreckung beschränkt ist. Wenn das der Fall ist, muss die Bank Ihnen unter Umständen doch keine Auskunft geben.

Sie haben geschildert, dass der eingesetzte Testamentsvollstrecker vom Gericht "entlassen" wurde. Damit ist jedoch nicht unbedingt gleichzeitig die Testamentsvollstreckung als solche aufgehoben.

Ob durch eine evtl. noch fortzuführende Testamentsvollstreckung Ihre Befugnisse als Erbe eingeschränkt sind, ließe sich allerdings nur durch eine individuelle Prüfung des Testaments und des durch den Erblasser angeordneten Umfangs der Testamentsvolstreckung, sowie etwaiger weiterer Schriftstücke, welche Ihnen im Zusammenhang mit der Entlassung des Testamentsvollstreckers vom Nachlassgericht vorliegen.

Ich bin gerne bereit, für Sie diese Unterlagen zu prüfen, um Ihre aktuelle Rechtsstellung gegenüber der Bank zu ermitteln. Wenn Sie dies wünschen, können Sie gerne mit mir in Kontakt treten. Bis dahin verbleibe ich,

mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt
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