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Auskunftsanspruch des Erben gegenüber Bankbevollmächtigten

| 23.03.2015 19:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ein vorläufiger Miterbe möchte Kenntnis über die Höhe etwaiger Bankguthaben (Girokonten, Sparbücher etc.) erlangen, um über eine eventuelle Ausschlagung des Erbes zu entscheiden. Die Nichte des Erblassers verfügt laut eigener Auskunft über eine Bankvollmacht. Sie ist (noch) nicht erbberechtigt, da ihre Mutter - die Schwester des Erblassers - noch lebt und das Erbe bislang auch nicht ausgeschlagen hat.

Kann der Miterbe auch ohne Erbschein (ein Testament liegt nicht vor) Auskunft bzw. Nachweis von der bevollmächtigten Nichte verlangen über:

- die Art der Vollmacht (prä-/post-/transmortal)
- die Geldinstitute, für die Vollmachten vorliegen
- die aktuellen Bankguthaben

oder muss sich der vorläufige Miterbe erst per Erbschein entsprechend legitimieren? Dann wäre allerdings die Frist zur Ausschlagung voraussichtlich abgelaufen und eine vorherige Risikobewertung unmöglich.

Für Ihre Antwort möchte ich mich schon jetzt bedanken!

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Der Miterbe kann die Nichte des Erblassers zur Auskunft auffordern und sie bitten, sich zu Vollmachtsumfang, Bankkonten sowie deren jeweiligen Stand zu äußern. Eine Bank oder Sparkasse würde diese Auskünfte nur gegen Vorlage eines Erbscheins (ein Testament existiert ja nicht) erteilen, die Nichte ist demgegenüber wohl auch berechtigt, diese Informationen geben, sofern der Erblasser dies im Rahmen der Vollmacht nicht etwa ausdrücklich verboten hat. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Nichte die Auskunft verweigert – dann müsste zeitintensiv der Rechtsweg beschritten werden.

Die Frage, weshalb die Ausschlagung erwogen wird, stellt sich gerade bei unübersichtlichen Nachlässen. Wenn sich letztlich eine Überschuldung ergeben sollte, kann die persönliche Haftung ggf. durch die Nachlassverwaltung gem. §§ 1975 ff. BGB ausgeschlossen werden. Zudem ist die Annahme im Nachhinein womöglich anfechtbar, § 1954 BGB.

Ich rate Ihnen daher, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung und ggf. Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.03.2015 | 09:27

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