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Auskunft über Erkrankung der Mutter gegenüber der Tochter durch ein Hospiz


| 07.11.2013 19:30 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Zusammenfassung: Die ärztliche Schweigepflicht reicht über den Tod des Behandelten hinaus.


Auskunft über die Art der Erkrankung der verstorbenen Mutter gegenüber der leiblichen Tochter durch das Hospiz

Guten Abend,
meine frühere Frau ist nach schwerer Erkrankung vor etwa 3 Wochen in einem Hospiz verstorben. Weder ich noch meine Tochter (über 30 Jahre alt)wurden über die Erkrankung, die zum Ableben geführt hat, durch die Verwandtschaft meiner früheren Frau rechtzeitig informiert, so dass zumindest meine Tochter sich von ihrer Mutter verabschieden konnte.
Wir sind nunmehr rechtlich verpflichtet, die Verstorbene bestatten zu lassen. Bei dieser Gelegenheit wollte meine Tochter die Art der Erkrankung beim Hospiz erfragen. Dieses Verlangen wurde aus Datenschutzgründen und weil die Verstorbene keine schriftliche Erlaubnis zu Lebzeiten erteilt hat, abgelehnt.
Die Auskunft ist für meine Tochter wichtig, um sich selbst ggf. rechtzeitig vor dieser Erkrankung
zu schützen (Gene, Vererbbarkeit)
Frage: Hat meine Tochter das Recht zur Auskunft?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Tochter steht hier - wahrscheinlich- kein Auskunftsanspruch zu. Die ärztliche Schweigepflicht reicht über den Tod des Behandelten hinaus. Eine Entbindung der Ärzte / behandelnden Personen von der ärztlichen Schweigepflicht durch die Erben und/oder nächsten Angehörigen kommt grundsätzlich nicht in Betracht, weil die Verfügung darüber ein höchstpersönliches Recht ist, das nicht vererblich ist.

Eine Entbindung von der Schweigepflicht kann gegenüber dem Arzt oder gegenüber Dritten erklärt werden, und zwar ausdrücklich oder konkludent, sofern dies jedoch durch die Verstorbene nicht geschehen ist, bleibt die Schweigepflicht über den Tod hinaus bestehen.

Liegt keine Entbindung vor, so ist der mutmaßliche Wille des Patienten maßgeblich. Entscheidend für die Erforschung des mutmaßlichen Willens ist das wohlverstandene Interesse des Verstorbenen an der weiteren Geheimhaltung der dem Arzt anvertrauten Tatsachen. Wie dies hier gelagert ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Wenn jedoch bereits jahrelang kein Kontakt bestand ist fraglich, ob der mutmaßliche Wille so ausgelegt werden kann, dass Ihre Tochter die Todesursache erfahren sollte. Dies ist wohl eher nicht der Fall.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Nadiraschwili, Rechtsanwaltt

Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2013 | 20:22

Herzlichen Dank für die Antwort, wir haben keine Nachfragen, da Ihre rechtliche Auskunft nachvollziehbar ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2013 | 20:31

Vielen Dank!

Bewertung des Fragestellers 07.11.2013 | 20:23


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"Sehr gute Rechtsauskunft. Vielen Dank"