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Auskunft Nachlaßverzeichnis


| 23.07.2007 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Guten Tag!
Meine Mutter hat ein Testament hinterlassen; ich bin als Alleinerbin eingetragen. Mein Bruder, der seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter und mir hatte, möchte nun seinen Pflichtteil. Dessen Anwalt sendete mir einen Brief mit der Aufforderung zur Erstellung eines notariellen Nachverlaßverzeichnisses und meiner Angabe über Schenkungen der letzten 10 Jahre. Ich rief den Anwalt an und teilte ihm mit, dass die Beerdigungskosten den Nachlaß übersteigen. Die Eigentumswohnung meiner Mutter wurde mir bereits 1990 notariell überlassen; sonst erhielt ich keine Schenkungen. Ich werde aufgrund des geringen Nachlasses die Vermögensaufstellung nun erst mal selbst schreiben (Anwalt war telefonisch einverstanden). Der Anwalt möchte aber die Kopie der Überlassungsurkunde der Wohnung. Er hat auch bereits Akteneinsicht beim Nachlaßgericht angefordert. Nun meine Frage:

- Bin ich verpflichtet dem Anwalt die Kopie der Überlassungsurkunde der Wohnung zu übersenden oder reicht es aus, wenn ich schriftlich in der Vermögensaufstellung versichere,dass mir die Wohnung (mit Angabe der Gemarkung, Grundbuchamt etc.) am ....1990 überlassen wurde?

Ich möchte ungern dieses in meinem Augen auch persönliche Dokument weitergeben und hoffe nun, dass der Anwalt evtl. selbst Akteneinsicht beim Grundbuchamt anfordern muss um sich von dem Überlassungsdatum zu überzeugen.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ob der Erbe über das Verzeichnis hinaus auch noch für einzelne Angaben Belege vorlegen oder zumindest einsehen lassen muss, ist streitig.

Aus dem Gesetz ergibt sich dazu keine allgemeine Pflicht. Nur zur Kontrolle seiner Angaben können Belege daher nicht verlangt werden.

Ist der Wert einzelner Nachlassgegenstände allerdings ungewiss, hat die Rechtsprechung einen Anspruch des Pflichtteilberechtigten anerkannt, auf Vorlage von solchen Unterlagen, die notwendig sind, damit er zur Berechnung seines Pflichtteils den Wert dieses Nachlassgegenstandes selbst abschätzen kann.

Eine derartiger Wertermittlungsanspruch besteht in Ihrem Fall nicht; ein Pflichtteilergänzungsanspruch besteht ebenfalls nicht, da ich davon ausgehe, dass die Zehn-Jahres-Frist abgelaufen ist. Es ist ausreichend, wenn Sie den Zeitpunkt der Umschreibung im Grundbuch versichern. Der Pflichtteilsberechtigte kann Einsicht ins Grundbuch nehmen, falls er an der Richtigkeit Ihrer Angaben Zweifel hat.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
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