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Auskünfte des Arbeitgebers überprüfen lassen ?

| 11.07.2013 10:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Hallo, ich habe den Verdacht, dass ein ehemaliger Arbeitgeber telefonisch negative Auskünfte über mich an Unternehmen erteilt, bei denen ich mich bewerbe und so mein Fortkommen erschwert. Was kann ich hiergegen tun ? Einen Anwalt beauftragen, dass er dort mal anruft, dies überprüft und dann den ehemaligen Arbeitgeber ggf. darauf hinweist, dass er sich rechtswidrig verhält ? Und würde darüber hinaus seine Zeugenaussage in einem anschließenden Prozess auf Schadensersatz als Beweis genügen ? Vielen Dank für Ihre Antwort und beste Grüße XY

Sehr geehrte Fragestellerin,

in Anbetracht Ihres Einsatzes, insbesondere der erheblichen Unterschreitung des empfohlenen Richtpreises, beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Ihr ehemaliger Arbeitgeber ist berechtigt, wahre Auskünfte über Sie an Dritte weiterzugeben, wenn diese nicht darüber hinaus gehen, was auch in einem Zeugnis über Ihre Arbeitsleistungen stehen würde und wenn ein berechtigtes Interesse des Fragenden gegeben ist. Macht der Arbeitgeber falsche Angaben, kann er sich schadensersatzpflichtig machen, soweit ein Schaden aufgrund der falschen oder unberechtigten Auskunft entstanden ist. Darüber hinaus haben Sie einen Unterlassungsanspruch gegen Ihren ehemaligen Arbeitgeber.

Des Weiteren haben Sie einen Anspruch gegen Ihren ehemaligen Arbeitgeber auf Auskunft, gegenüber wem und in welchen Inhalts über Sie Informationen an Dritte weitergegeben wurden; BGH 10.7.1959 - VI ZR 149/58.

Lassen Sie einen Dritten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen bei Ihrem ehemaligen Arbeitgeber anrufen, könnten Sie damit zumindest den Beweis führen, dass Auskünfte gegenüber Dritten erteilt werden, ohne dass ein berechtigtes Interesse von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber überprüft worden ist.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2013 | 11:37

Zu dieser Passage hätte ich eine Rückfrage: "Ihr ehemaliger Arbeitgeber ist berechtigt, wahre Auskünfte über Sie an Dritte weiterzugeben, wenn diese nicht darüber hinaus gehen, was auch in einem Zeugnis über Ihre Arbeitsleistungen stehen würde und wenn ein berechtigtes Interesse des Fragenden gegeben ist".

Würden negative Auskünfte in einem Zeugnis stehen ? Vermutlich nicht, weil auch diese das Fortkommen erschweren würde. D.h. er könnte keine Auskünfte erteilen, die über MEIN Zeugnis hinausgehen, oder doch ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2013 | 11:44

Sehr geehrte Fragestellerin,

richtig ist: Ihr ehemaliger Arbeitgeber darf keine Auskünfte geben, die über das hinausgehen, was auch in einem Zeugnis stehen könnte.

Da aber auch negative Tatsachen in einem Zeugnis stehen dürfen, beispielsweise Unpünktlichkeit, dürfen auch diese Teil einer Auskunft sein, solange sie wahr sind und ein berechtigtes Interesse des Fragenden besteht.

Mit freundlichen Grüßen


Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 11.07.2013 | 12:20

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