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Ausgleichszahlung für Haus bei Trennung


| 20.04.2005 21:01 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo!
Ich möchte gern wissen, wie die Berechnung einer möglichen Ausgleichszahlung für das gemeinsam erworbene Haus erfolgt im Fall einer Trennung bzw. Scheidung.
Mein Mann und ich leben getrennt. Ich wohne mit unseren 2 Kindern weiter in unserem Haus und würde es gern ganz übernehmen.
Bisher haben wir uns über alle Fragen gütlich einigen können und möchten das jetzt auch in dem letzten noch offenen Punkt tun, nämlich in der Einigung über das Haus.
Wir haben gemeinsam einen Makler beauftragt, der den z.Zt. erzielbaren Marktpreis des Hauses mit 152.700,-€ beziffert hat.
Diesen Wert zugrunde gelegt möchte ich jetzt wissen, wie genau gerechnet wird um festzustellen, welche Ausgleichszahlung ich an meinen Mann zu leisten hätte.
Das Haus ist z.Zt. noch belastet mit Darlehen i.H.v. 115.000,-€ und 6.000,-€. Zudem habe ich seinerzeit zum Hauskauf eine Schenkung meiner Eltern von rd. 15.000,-€ erhalten, die meines Wissens bei der Berechnung zu meinen Gunsten zu berücksichtigen ist.
Wie wird nun gerechnet? Hauswert abgl. Schenkung abgl. Belastungen durch 2? Oder Hauswert abzgl. Belastungen durch 2 abzgl. Schenkung?
Für Ihre Hilfe in dieser Angelegenheit wäre ich Ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüßen,
Motte

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Sehr geehrte Rechtssuchende,

ich bedanke mich für Ihr Interesse an der online-Rechtsberatung.
Ihre Anfrage beantworte ich auf der Grundlage des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt:
Grundsätzlich müssen Sie unterscheiden zwischen der Auseinandersetzung des Miteigentums und dem eventuellen Ausgleich von Zuwendungen.
1. Bei der Übertragung des hälftigen Miteigentumsanteils durch Sie an Ihren Mann wird der Wert des Miteigentumsanteils abzüglich der hälftigen Verbindlichkeiten ermittelt. Dies sind in Ihrem Fall ausgehend von den genannten Zahlen € 15.850,00. Ich würde Ihnen in jedem Fall empfehlen einen Stichtag für die Übertragung des Miteigentumsanteils zu vereinbaren. Sollten die Verbindlichkeiten von Ihnen monatlich weiter abgezahlt werden, so vermindert sich die Darlehenssumme und der zu zahlende Erlös steigt. Eine Möglichkeit wäre hier die Zustellung des Ehescheidungsantrages an den Partner.
2. Bitte kontrollieren Sie die Bewertung des Maklers, es gibt verschiedene Bewertungsmethoden. (Sachwert/Ertragswert)
3. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, sollten Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet sein, Zugewinnausgleichsansprüche geltend zu machen. Hierbei wird geschaut, was die Eheleute am Tag der Hochzeit für Vermögen hatten (Anfangsvermögen) und am Tag der Zustellung des Ehescheidungsantrags, wie erwähnt (Endvermögen). Derjenige, der in der Ehe einen größeren Zugewinn erworben hat, ist zum hälftigen Ausgleich an den andern verpflichtet. Die von Ihren Eltern erhaltene Schenkung zählt, auch wenn Sie erst während der Ehe erfolgt ist, zum Anfangsvermögen, was für Sie vorteilhaft ist. Diese wird auch noch um den in der Zwischenzeit eingetretenen Kaufkraftverlust hochgerechnet. Sollte Ihr Ehemann am Anfang der Ehe kein Vermögen gehabt haben und am Ende der Ehe nur seinen hälftigen Miteigentumsanteil und bei Ihnen das gleiche, hat Ihr Ehemann einen höheren Zugewinn als Sie erzielt, da Sie ja in Höhe der Schenkung Anfangsvermögen hatten.
Bevor Sie also Ausgleichszahlungen vornehmen, sollten Sie unbedingt Ihre Ansprüche auf Zugewinnausgleich prüfen lassen.
Natürlich bleibt es Ihnen auch freigestellt, mit Ihrem Ehemann individuell eine Vereinbarung zu treffen, in der das erhaltene Geld bei der Auseinandersetzung des Miteigentums berücksichtigt wird. Einen Anspruch, dass Sie das Geld ohne weitres zurückerhalten, haben Sie allerdings nicht. Hierfür gilt das Instrument des Zugewinnausgleichs. Sollte es hier zu keinem Ausgleich kommen, ist die letzte Möglichkeit die Rückgewähr als ehebedingte Zuwendung, was aber nur in engen Ausnahmefällen zum Erfolg führt.
Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weiter geholfen zu haben.
Für Rückfragen bzw. weitere Interessenvertretung stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne weiterhin zur Verfügung. Ansonsten wünsche ich Ihnen alles Gute für die weiteren Regelungen mit Ihrem Mann.
Mit freundlichen Grüßen
Martina Hülsemann
Rechtsanwältin
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