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Ausgleichszahlung der geleisten Annuitäten

18.08.2011 21:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Schilderung des Falles:
Im Jahre 1995 wurde eine ETW gekauft und meine jetzt von mir getrennt lebende Frau als alleinige Eigentümerin im Grundbuch eingetragen. Nur so wurde der Kauf der Wohnung von meinen Schwiegereltern bewilligt. So nun ist die Trennung da und ich möchte wissen, ob ich für die geleisteten Zahlungen einen Ausgleich verlangen kann. Dies ist nicht im Rahmen des Zugewinns gemeint. Es geht mir nur um die geleisteten Zahlungen bis zur Trennung bzw. bis zur Zustellung des Scheidungsantrages.

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:


Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie zur Finanzierung der Eigentumswohnung einen gemeinsamen Kredit aufgenommen haben. Dies ist eine für Sie ausgesprochen ungünstige Variante.

Aufgrund der ehelichen Lebensgemeinschaft kann während intakter Ehe derjenige Ehegatte, der die Verbindlichkeit allein oder überwiegend abzahlt, vom anderen Ehegatten keinen Ausgleich im Innenverhältnis verlangen.

Mit der Trennung bzw. dem Scheitern der Ehe entfällt diese für die Ehe getroffene Ausgleichsregelung.

Dennoch steht demjenigen Ehegatten, der während bestehender Ehe Zahlung auf Verbindlichkeiten geleistet hat, kein Ausgleichsanspruch für Zahlungen vor der Trennung zu. Der Ausgleich erfolgt hier im Rahmen des Zugewinnausgleichs.

Da die Eigentumswohnung aber im alleinigen Eigentum Ihrer Ehefrau steht, können Sie aufgrund der Zuordnung der Verbindlichkeit zur Ehewohnung von ihr verlangen, dass sie nunmehr alle die Verbindlichkeit übernimmt.

Dies geht allerdings nur dann, wenn die Verbindlichkeit im Rahmen vom Trennungsunterhalt noch nicht berücksichtigt wurde.

Wenn Ihre Ehefrau über entsprechendes Einkommen verfügt, um den Kredit selbst abtragen zu können, können Sie von ihr eine Freistellung verlangen.

Was die Zeit der Ehe angeht, stehen Ihnen allerdings keine Ausgleichsansprüche zu.


Um Ihre Ansprüche erfolgreich durchzusetzen, empfehle ich die Einschaltung eines Anwalts vor Ort – den Sie über unser Portal problemlos finden können.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Abschließend möchte ich Sie bitten die Bewertungsfunktion zu nutzen, um dieses Forum für andere Nutzer transparenter zu gestalten.

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