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Ausgesteuert nach Arbeitsunfähigkeit

21.01.2013 16:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Pierre Aust


Ich bin seit 19.09.2010 AU wegen Burn Out/Depression und beziehe seither Krankengeld.
Anfang März bin ich ausgesteuert. Dann werde ich wieder seitens meines behandelnden
Arztes gesund geschrieben. Ich bin noch in ungekündigter Stellung. Mein Arzt wird einen
Bericht/Befund schreiben aus dem hiervorgeht, dass ich nicht an meinen alten Arbeitsplatz zurück kann, da der AG Schuld an meinen Depressionen hat und die Gefahr der Dekompensation besteht. Meine Fragen:
1. Ich bekomme dann ALG. Wird es von meinen letzten Gehalt berechnet oder vom Krankengeld?
2.Es müßte doch ein Auflösungsvertag mit dem AG gemacht werden.
3.Die Sperre bei der Jobbörse dürfte doch nicht bestehen?
4.Kann ich mit dem Auflösungsvertrag eine Forderung an den AG stellen, das er mich entschädigt?

Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworte:

Bezüglich der Höhe des Arbeitslosengeldes (AlG) ist § 150 SGB III zu beachten. Dabei wäre als Zeitraum für die Bemessung der Höhe des AlG zunächst ein Jahr vor Entstehung des Anspruches (Mit Beginn der Arbeitslosigkeit = März 2013) zu berücksichtigen. Dabei gilt als bemessungfähiges Entgelt jedoch nicht das Krankengeld, sondern nur Arbeitsentgelt. Gemäß § 150 Abs. 3 SGB III wird für den Fall das in dem Einjahreszeitraum keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht, der Bemessungsrahmen auf zwei Jahre ausgeweitet. Dieses bedeutet, dass in Ihrem Fall das Arbeitslosengeld von Ihrem zuletzt erarbeiteten Arbeitsentgelt (vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit) berechnet wird.

Bezüglich der Fragen 2 und 3 kann ich Ihnen mitteilen, dass eine Kündigung oder Aufhebung des Arbeitsverhältnisses nicht notwendig ist. Arbeitslosigkeit im Sinne des § 138 Abs.1 S.1 SGB III bedeutet, dass Sie Beschäftigungslos sein müssen. Wenn Sie aufgrund einer Erkrankung nicht in der Lage sind Ihre letzte Tätigkeit zu verrichten, aber noch körperlich und psychsich leichte Tätigkeiten ausüben können, gelten Sie als Arbeitslos im Sinne des Gesetzes und können Arbeitslosengeld beziehen. Sie müssen sich aber im Rahmen Ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit der Vermittlung zur Verfügung stellen. Eine Sperre der Arbeitsagentur ist nicht zu erwarten.

Ansprüche gegen den Arbeitgeber im Rahmen eines Aufhebungsvertrages können nicht ohne weiteres geltend gemacht werden. Ein Anspruch auf eine Abfindung besteht eindeutig nur dann, wenn das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber sozial ungerechtfertig gekündigt worden wäre. Ansonsten wäre eine Entschädigung des Arbeitgebers im Rahmen eines Aufhebungsvertrages nur frei verhandelbar, wobei Ihre Verhandlungsposition aufgrund der langen Erkrankung eher ungünstig wäre. Hier wäre eine anwaltliche Vertretung gegenüber dem Arbeitgeber ausrücklich zu empfehlen.

Für Rückfrage stehe ich über die entsprechende Rückfragefunktion zur Verfügung.Ich weise Sie darauf hin, dass fehlende oder veränderte Sachverhalte zu einer anderen Bewertung der rechtlichen Wertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Pierre Aust

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Danke zusammenfassend ganz ok wohl auch in meinem Sinne allerdings hat bei mir die Antwort der Anwältin auf meine Rückfrage nochmal eine Unsicherheit ausgelöst und ich kann leider nichts mehr weiter klären da nur eine Rückfrage ... ...
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