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Ausgeschlagenes Erbe

15.04.2009 22:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein Vater, geb. 1915 in Warnemünde, verst. 1982, hat ca. 1955 sein Erbe (2 Mehrfamilienhäuser in Warnemünde) ausgeschlagen. Nach der Wende, von diesem Ereignis erfuhr ich erst vor kurzem, wurden die Häuser von der Erbengemeinschaft (Brüder meines Vaters) verkauft. Habe ich noch Anspruch auf einen - wie auch immer gearteten - Pflichtteil aufgrund der enormen Wertsteigerung der Immobilien?

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Eine erfolgreiche Durchsetzung etwaiger Pflichtteilsansprüche zur jetzigen Zeit ist nicht möglich, da einerseits kein Pflichtteilsrecht Ihrerseits am Nachlass Ihrer, ich nehme an Großeltern, bestand und selbst wenn ein solches bestanden haben sollte, in jedem Fall die Ansprüche verjährt wären.

Ich nehme, auf Grund mangelnder Angaben in Ihrem Sachverhalt an, dass Sie zum Zeitpunkt der Ausschlagung der Erbschaft durch Ihren Vater im Jahr 1955 noch nicht geboren und auch noch nicht gezeugt waren, da Ihren Angaben nach, der Nachlass (2 Häuser in Warnemünde) nach der Ausschlagung auf die Brüder Ihres Vaters übergegangen ist.

Wird die Erbschaft ausgeschlagen, fällt sie demjenigen an, der berufen sein würde, wenn der Ausschlagende (Ihr Vater) zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte. Das wären dann Sie, neben den Brüdern Ihres Vaters, sofern Sie bereits gezeugt waren.

Sofern Sie noch nicht gezeugt waren, kommen Sie schon nach § 1923 BGB: Erbfähigkeit nicht als gesetzlicher Erbe zum Zeitpunkt des Erbfalls (Ihrer Großeltern? / 2 Häuser in Warnemünde) in Betracht, so dass auch kein Pflichtteilsrecht diesbezüglich besteht.

Darüber hinaus müssten Sie durch eine Verfügung von Todes wegen von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen wurden sein. Auch dies lässt sich nicht erkennen.

Ohnehin wäre ein solcher Pflichtteilsanspruch verjährt.

Nach § 2332 BGB: Verjährung verjähren Pflichtteilsansprüche in 3 Jahren von dem Zeitpunkt an, in welcher der Pflichtteilsberechtigte vom Eintritt des Erbfalls und der beeinträchtigenden Verfügung Kenntnis erlangt.

Ohne diese Kenntnis verjähren die Ansprüche auf den Pflichtteil in 30 Jahren vom Eintritt des Erbfalls.

Demzufolge ist eine Verjährung im spätestens im Jahr 1985 eingetreten.

Die Häuser in Warnemünde gehörten auch nicht zum Nachlass Ihres Vaters zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1982, da er die Erbschaft zuvor ausgeschlagen hat. Somit konnten Sie auch nach seinem Tod nicht einen Anteil an den Häuser als Erbin erlangen und somit auch keinen Pflichtteilsanspruch darauf, sofern Sie von der Erbfolge nach Ihrem Vater ausgeschlossen waren.

Bedauerlicherweise lässt sich kein günstigeres Ergebnis für Sie mitteilen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen dennoch einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

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