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Ausgaben einer minderjährigen Auszubildenden


| 25.10.2007 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
meine minderjährige 16-jährige Tochter hat nun die Schule abgebrochen. Sie fängt am 1.11.07 eine Ausbildung an. Den Unterhalt des Kindesvaters haben Sie mir beim letzten Mal schon ausgerechnet.

Da meine Tochter nuh ihr eigenes Gehalt bezieht, ist meine Frage, für welche Ausgaben sie künftig selbst verantwortlich sein muss und für welche nicht.

Ich habe ihr heute aus Blödsinn gesagt, dass ich als Sorgeberechtigte das Recht hätte, über ihr Einkommen bis zur Volljährigkeit zu wachen. Da ist sie völlig ausgerastet. Dann meinte ich zu ihr, sie müsse ihre Berufskleidung und ihr Fahrgeld vom Geld bezahlen und das Leben zu Hause kostet ca. 250 Euro pro Person. Da ich aber Unterhalt und Kindergeld bekommen würde, braucht sie mir nichts zu geben. Sie war überhaupt nicht damit einverstanden. Sie sagt, das Kindergeld und der Unterhalt würden ihr zustehen, also müsste ich das auszahlen. Da sie eine Ausbildung in einem Gastronomiegewerbe anfängt, bekommen die Angestellten dort Essen und Trinken umsonst. Sie meinte, dann würde sie eben zu Hause nichts mehr essen und ich müsse ihr das Geld dann auszahlen.

Für mich sehr kindisch und überzogen, da zu Hause immer gegessen wird. Meine Tochter ist im Moment sehr schwierig und macht mich nur noch nervlich fertig. Mit ihren 16 Jahren ist sie ziemlich unverschämt. Ich bin dieser Sache nicht gewachsen.

Ich brauche schriftlich, welche Rechte und Pflichten sie hat als minderjähriger Auszubildender und ob ich ihr die Gelder auszahlen muss. Wo bleibe ich dann noch? Schließlich bin ich die andere Hälfte des Erziehungsberechtigten, die alle Kosten am Hals hat.

Sie können sich sicherlich vorstellen, wie es jetzt ist, wenn beide Kinder in der Ausbildung sind (mein Sohn hat vor 3 Monaten eine angefangen und ist mittlerweile volljährig), wieviel Geld im Monat für die gesamte Familie weniger da ist, wenn die Kinder ihr komplettes Lehrgehalt für sich behalten (wollen).

Wäre schön, wenn ich eine präzise Aufstellung bekommen könnte, damit ich diese meiner Tochter hinlegen kann. Sie glaubt einem ja nichts. Sie ist auch der Ansicht, wenn eine BUZ (Berufsunfähigkeitsversicherung und Bausparvertrag abgeschlossen werden, dass ich als Elternteil dies zu bezahlen hätte. Achja, und ihr bisheriges Taschengeld will sie natürlich auch weiter haben.

Ich finde, dass jetzt irgendwo ein Punkt gesetzt werden muss mit Fakten, sonst drehe ich hier durch.

Ich bedanke mich schon mal vorab für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie sind bis zur Volljährigkeit zum Naturalunterhalt für Ihre Tochter verpflichtet. D.h. Sie müssen Ihr kein Geld zahlen, aber Sie erbringen für Ihre Tochter andere Leistungen wie einen angemessenen Wohnraum (Kinderzimmer)zur Verfügung stellen, Essen, Wäsche machen etc.

Wenn Ihre Tochter nun eine eigene Ausbildungsvergütung erhält, so ist die hälfte von dieser Vergütung auf Ihre Leistungen anzurechnen. Etwas einfach ausgedrückt können Sie Ihre Unkosten mit der hälftigen Ausbildungsvergütung verrechnen.

Was den Kindesunterhalt und das Kindergeld angeht, so steht dies zwar Ihrer Tochter zu. Dies ist jedoch nicht so zu verstehen, dass Sie damit nach belieben verfahren darf.

Ihre Tochter ist auch mit 16 Jahren noch minderjährig und damit nur beschränkt geschäftsfähig und steht unter Ihrer elterlichen Sorge. Sie haben den Unterhalt und das Kindergeld zwar für Ihre Tochter zu verwenden, wie Sie das aber im Detail machen und wofür Sie im Einzelfall das Geld ausgeben oder sparen entscheiden letztendlich Sie als sorgeberechtigte Mutter und nicht die Tochter. Sie dürfen das Geld allerdings nicht sachfremd verwenden, dass heißt es muss für den Lebensbedarf Ihrer Tochter dienen. Sie sollten aber natürlich grundsätzlich versuchen, mit Ihrer Tochter die Dinge die diese betreffen gemeinsam abzustimmen, sofern dies möglich ist.

Es besteht auch keine zwingende, gesetzliche Verpflichtung Sparverträge für die Tochter abzuschließen oder überhaupt Taschengeld zu zahlen. Das hängt je nachdem von den finanziellen Verhältnissen ab. Wenn von dem Unterhalt oder Kindergeld noch etwas monatlich übrig bleibt, so ist dieses ggf. zu sparen oder kann als Taschengeld dienen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.10.2007 | 15:25

Hallo noch mal,
wenn das mit der Tochter jetzt eskalieren würde, weil sie keine Einsicht hat, kann ich denn als alleinige Sorgeberechtigte ihr ein App. anmieten in der Nähe der Ausbildungsstelle (sie muss bis nachts um 23 Uhr arbeiten, ab 17 Jahre bis 1 Uhr nachts), um den Streit zu schlichten? Oder muss ich hier eine Zustimmung vom Jugendamt erhalten? Oder bekomme ich, wenn der Kindesvater dies beim Jugendamt anzeigen würde, einen auf den Deckel?
Es wäre eine Möglichkeit, ihr erstmal die tägliche Fahrt nachts zu ersparen, ein entspannteres Verhältnis zu schaffen und außerdem würde sie dann erfahren, wie teuer das Leben ist. Ihrer Ansicht nach würde sie ihr Geld nur für Klamotten ausgeben. So muss sie sich das Geld einteilen. Ich will ihr nur zeigen, dass ihre Denkweise nicht die richtige ist. Sie ist reif genug, um auch alleine wohnen zu können, da habe ich keine Bedenken, zumal das App. nur 5 km von uns aus entfernt ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.10.2007 | 10:13

Grundsätzlich darf Ihre Tochter eine eigene Wohnung beziehen, wenn Sie dem zustimmen.

Es gibt in solchen Fällen aber ggf. eine Reihe von Problemen. Sie sind als Sorgerechtsberechtigte nicht nur "berechtigt", sondern auch Obhuts- und Aufsichtspflichtig solange Ihre Tochter noch nicht volljährig ist, d.h. Sie tragen für sie die Verantwortung auch oder gerade wenn sie eine eigene Wohnung hat. Zudem werden Sie an Ihre Tochter auch entsprechend Barunterhalt zahlen müssen, da der Unterhaltsbedarf Ihrer Tochter, wenn Sie einen eigenen Haushalt unterhält entsprechend deutlich ansteigt.

Aus diesem Grunde sollte man sich so etwas, insbesondere unter finanziellen Gesichtspunkten, gut überlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller

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