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Ausführung des Innenputz in einem EFH


08.06.2006 22:48 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Bei der Ausführung eines Rauputzes als Oberputz in meinem Neubau wurden sämtliche Türen beschädigt. Diese wurden mit einem aggressiven Klebeband abgeklebt das die Furniere beschädigte. Das Austauschen der Zargen beläuft sich auf geschätzt 1000 €. Der Gipser ist nicht versichert und will keine Entschädigung leisten. Dazu wurde mir ein Putz versprochen der Abtriebsfest ist und nicht nachträglich überstrichen werden muss. Dies ist ebenfalls nicht der Fall, denn der Gips rieselt nur so von den Wänden.
Eine schriftliche Auftragsbestätigung habe ich nicht wegen des Termins. Da mein eigentlicher Gipser aus Termingründen abgesagt hat.

Kann ich die Kosten für die neuen Türen und das Streichen des Putzes von der Rechnung einfach abziehen ?
Der Verantwortliche aktzeptiert das nicht und ist auch nicht Kooperationsbereit. Ein Gutachten der HWK kostet mich ca. 300 €.

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Soweit die Schäden an den Türfurnieren auf ein aggressives Klebeband zurückzuführen sind, dürfte es sich um eine Schlechterfüllung des Auftrages handeln. Von einem Putzer muss erwartet werden können, dass er beim Abkleben zunächst nachprüft, ob das von ihm verwendete Klebematerial auch verträglich mit anderen Materialien ist. Die Beschädigungen Ihrer Türen stellt jedoch nicht nur eine Schlechterfüllung des geschlossenen Werkvertrages über die Verputzung der Wände dar, sondern auch noch eine fahrlässige Beschädigung Ihres Eigentums. Der Putzer ist daher verpflichtet, Ihnen Schadensersatz für die kaputten Furniertüren zu leisten. Die Höhe des Schadens bemisst sich danach, welcher Aufwand für eine Beseitigung der Schäden getätigt werden muss (dies kann von einer reinen Reparatur bis hin zum Neukauf der Türen reichen). Sie können dem Putzer gegenüber die Aufrechnung der Schadensersatzansprüche mit den vom Putzer erworbenen Vergütungsansprüchen erklären.

Soweit der Putzer Ihnen versprochen hat, dass der Putz abriebfest ist, stellt herabrieselnder Putz ebenfalls einen Mangel des Gewerks dar. Sie sollten den Putzer zunächst nachweisbar zur Nachbesserung auffordern und ihm hierfür eine angemessene Frist setzen (ca. 10 - 14 Tage). Sollte der Putzer die Nachbesserung verweigern oder dem Nachbesserungsverlangen nicht innerhalb der gesetzten Frist nachkommen, so können Sie auch hier Schadensersatz verlangen (z.B. die Kosten, die Ihnen durch die Beauftragung eines weiteren Putzers entstehen, der die Arbeiten fachgerecht ausführt). Auch dieser Schadensersatzbetrag kann gegenüber den vom Putzer erworbenen Vergütungsansprüchen aufgerechnet werden. Vorsorglich sollten Sie aber auch Ihr Zurückbehaltungsrecht an dem Werklohn geltend machen, bis der Putz ordnungsgemäß aufgebracht wurde.

Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie Ihre Behauptungen in einem Zivilprozess auch beweisen müssen. Sie sollten die Schäden an den Türen daher dokumentieren und Zeugen hinzuziehen und sicherstellen, dass Sie die Zusage, der Putz sei abriebfest, auch im Nachhinein nachweisen können.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern.



Mit freundlichen Grüßen



Jorma Hein
Rechtsanwalt, Mediator

Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167131
Fax: 06421 - 167132

hein@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com
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