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Auserordentliche Gündigung bei Untermiete


15.01.2006 22:08 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zum Sachverhalt: Ich wohne seit 01.11.04 bei einer Bekannten zur Untermiete, sie ist Hauptmieterin. Wir haben keinen Vertrag abgeschlossen, die Untermiete ist aber bei den Haupt - Vermietern von Anfang an bekannt. Jetzt hat sie mir am 03.01.06 zum 08.01.06 aus privaten Gründen schriftlich gekündigt. Darauf bin ich erst einmal nicht eingegangen. Woraufhin sie mir am 04.01.06 morgens heimlich meinen Wohnungsschlüssel von meinem Schlüsselbund abgemacht hat. (an meinem Schlüsselbund hängen alle Schlüssel - auch mein Büroschlüssel, Zugang zu 2000 qm - für mich, absoluter Vertrauensmiessbrauch und Entmündigung!) Ich bekam diesen am selben Tag um 20 Uhr wieder. Das sind die Fakten, seelisch eine Katastrophe, keinen Zugang zu dem eigenen Zuhause, mit dem Wissen, zu was diese Frau in der Lage ist. Telefonisch habe ich ihr an diesem Tag zugesagt, daß ich am 31.01.06 ausgezogen bin und das ich das gemeinsame Zuhause nur mit vorheriger Ankündigung betrete. Was ich bis heute (15.01.) auch eingehalten habe. seit heute pocht sie nun auf die offizielle Kündigungsfrist. Meine Frage: Habe ich eine Chance, früher aus dem Mietverhältnis z. B. aus "außerordentlichen Gründen" auszusteigen? (Arztbericht über meinen seelischen Zustand kann ich vorweisen).
Die "privaten" Kündigungsgründe ihrerseits sollten Sie auch noch wissen. Ich bin seit nicht ganz 2 Monaten mit ihrem Ex - Freund zusammen. Ich habe ihr das am 02.01.06 erzählt. Die Beiden sind seit, offiziell, 16 Monaten nicht mehr zusammen. Sie hat seit ca. 10 Monaten einen neuen Freund, mit dem sie im Sommer zusammenzieht. So, jetzt brauche ich Hilfe ... Vielen Dank!
15.01.2006 | 22:38

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten.

Freilich käme hier eine außerordentliche und fristlose Kündigung in Betracht, wenn eine weitere Vertragsfortsetzung unter Abwägung der vorliegenden Interessen nicht weiter zumutbar wäre. Allerdings vermag ich aufgrund ihrer Schilderung nicht zu erkennen, ob der seelische Zustand, den ihr Arzt Ihnen attestieren will, insoweit ausreicht. Es müssten insoweit schon einschneidende gesundheitliche Probleme auftauchen, um deretwillen eine vorzeitige Kündigung beansprucht werden kann.

Auch wenn der Vermieter offenbar von der Untervermietung, nach ihrer Darlegung jedenfalls, „Bescheid wusste“, ist es natürlich Tatfrage, ob tatsächlich jemals ein entsprechender Vertrag zu Stande gekommen ist. Damit könnten Sie Ihre Freundin konfrontieren. Außerdem könnten Sie sie damit konfrontieren, dass sie ja bereits die Kündigung ausgesprochen hat, soweit jedenfalls Zeugen für diesen Vorgang irgendwie vorhanden sind. Allerdings denke ich, dass ihr entsprechende Auszug doch durchaus nachweisbar sein müsste. Eine Kündigung kann nicht zurückgenommen werden.

Allerdings darf nicht vergessen werden (als Alternativüberlegung), dass die außerordentliche Kündigung ihrer Freundin bereits unwirksam war, da kein wirklich relevanter Grund für die sofortige Kündigung erkennbar ist. Darauf aufbauend könnten sie argumentieren, dass wegen des eigenmächtigen Rauswurfes aus der Wohnung (=Vertrauensbruch) ein weiteres Zusammenleben nicht mehr möglich ist. Dabei handelt es sich dann um eine außerordentliche Kündigung (im Sinne der Ausgangsfrage), die dazu führt, dass ab sofort keine Miete mehr geschuldet wird. Meiner Meinung nach wäre diese Begründung am sinnvollsten.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel, den 14.01.2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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