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Auseinandersetzungsklage - Zwangsvollstreckung nötig?

01.10.2004 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
hallo, wir sind eine erbengem. von drei geschwistern, geerbt wurde ein mehrfamilienhaus mit hohen verbindlichkeiten. erbschein und grundbuchamtlich lauten die anteile der erben: ein mal 84% und zwei mal je 8%. ich wohne in diesem haus und möchte die anteile meiner geschwister abkaufen. vertragliche lösung geht nicht da die parteien zerstritten sind und sich über die höhe des übernahmebetrages nicht geeinigt werden kann. strebe die erbauseinandersetzungsklage an mit dem ziel auf zustimmungs des erstellten teilungsplan zu klagen. meine frage lautet nun: muss dieses haus zum zwecke der auseinandersetzungsklage erst den weg der zwangsvollstreckung gehen oder kann ich diese klage mit einem erarbeiteten teilungsplan angehen?? der wert des objektes steht laut gutachter fest.
besten dank im voraus
axel bauer
01.10.2004 | 12:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Herr Bauer,

Sie können Ihre Klage mit dem erarbeiteten Teilungsplan angehen.

Eine Zwangsversteigerung ist ein Mittel der Grundstücksverwertung, das erst Anwendung findet, wenn ein Urteil oder anderer vollstreckungsfähiger Titel vorliegt. Die Zwangsversteigerung kommt im Zweifel also erst in Betracht, wenn die (anderen) Erben einer Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen, z.B. aus dem von Ihnen eingeleiteten Prozeß und dessen Ergebnis.

Sie können aber auch eine sog. Teilungsversteigerung betreiben und dann das Haus selbst ersteigern. Für diese Versteigerung ist das Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk das Haus liegt. Dort erfahren Sie Näheres zu den Einzelheiten des Versteigerungsverfahrens.

Ob in Ihrem Fall eine Auseinandersetzungsklage oder die Teilungsversteigerung empfehlenswert ist, sollten Sie in einem anwaltlichen Beratungsgespräch (mit allen Unterlagen!) klären. Es kommt auch darauf an, was außer dem Haus sonst noch zu verteilen ist.

Mit freundlichen Grüßen

RA Dr. Jakob


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