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Auseinandersetzung bei gemeinsamem Haus


| 13.11.2007 11:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ich besitze mit meiner ehemaligen Ehefrau eine gemeinsame Doppelhaushälfte. Sie wohnt weiterhin mit zwei meiner Töchter in dem Haus. Ich bin vor zwei Jahren ausgezogen. Bis Anfang diesen Jahres habe Unterhalt geleistet, indem ich die Kosten für den Unterhalt des Hauses getragen habe. Derzeit bin ich finanziell nicht mehr in der Lage die Kosten für das Haus zu tragen und zahle Unterhalt für die Töchter, die in dem Haushalt ihrer Mutter leben. Meine Exfrau zahlt seither die Kredit- und Erbpacht- Forderungen für das Haus, aber weigert sich die Kosten für die Grundbesitzabgaben, Abwassergebühren, Notarkosten, Versicherungskosten zu übernehmen. D.h., diese Stellen richten ihre Forderungen auch an mich als Miteigentümer. Da ich nach Abzug der Unterhaltszahlungen nur noch über meinen Eigenbedarf verfüge, bin ich nicht in der Lage diese zusätzlichen Aufwendungen zu leisten. Einem Verkauf des Hauses stimmt sie nicht zu. Mir wurden inzwischen Zwangsvollsteckungsmaßnahmen angekündigt.
D.h., meine Exfrau bewohnt eine gemeinsame Immobilie, die ich nicht mehr zahlen kann und stimmt einem Verkauf nicht zu, dadurch wird meine Existenz bedroht, da ich Zahlungsunfähig etc. zu werden drohe.
Wie kann ich von meiner Exfrau eine Nutzungsentschädigung einfordern, damit ich die Hauskosten zahlen kann ?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier können Sie eine Nutzungsentschädigung verlangen, da Ihre Ex-Ehefrau Ihren Miteigentumsanteil nutzt. Dieses hat das Oberlandesgericht Koblenz, Az.: 3 W 59/02 festgestellt.

Bei der Berechnung des Wohnvorteils für die ideelle Häfte ist dabei auf die ortsüblichen Verhältnisse abzustellen

Zahlt die Ex-Ehefrau freiwillig nicht, bleibt nur noch die gerichtliche Auseinandersetzung übrig - dabei sollten Sie sich anwaltlicher Hilfe bedienen.



Auch können Sie die Miteigentümergemeinschaft selbst durch die Zwangsversteigerung beenden, wenn die Ex-Ehefrau sich weigert, dem Verkauf zuzustimmen. Allerdings kann es dabei dann zu finanziellen Einbußen kommen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2007 | 12:13

Meine Frage ist : Wie kann ich von meiner Exfrau eine Nutzungsentschädigung einfordern ?

Ihre Antwort ist also,
1. durch eine gerichtliche Auseinandersetzung.
2. Nehmen Sie einen Anwalt.

Könnten Sie dieses Verfahren bitte noch weiter ausführen, da ich diese Antwort noch nicht zufriedenstellend auf meine Frage finde.
Z.B. was für ein Anwalt, -Fachgebiet-, welches Gericht ist zuständig, wo kann ich Infos zu einem solchen Verfahren erhalten,
wie muss die Klage lauten, etc.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2007 | 12:37

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich finde die Antwort im Rahmen der ERSTberatung eigentlich ausreichend, bin aber gerne bereit, die Nachfragen, soweit möglich, zu beantworten:


Der Anwalt sollte sich etwas mit Familienrecht auskennen. Die von mir schon genannte Entscheidung wird dann Grundlage des Klageverfahrens, das beim Amtsgericht geführt wird, werden.


Hierbei handelt es sich um eine Zahlungsklage, die auf monatliche Zahlung der Nutzungsentschädigung gerichtet ist, die sich wiederum an den mietrechtlichen örtlichen Gegebenheiten orientiert. Liegt der ortsübliche Mietzins für das Objekt z.B. bei 800,00 EUR, geht der Antrag auf den hälftigen Betrag, da gemeinsames Eigentum besteht.


Infos zu einem solchen Klageverfahren kann Ihnen jeder Rechtsanwalt erteilen (Infos im Internet zum Nachlesen gibt es so nicht, da jede Klage individuell ist), wobei der Klagantrag an dieser Stelle sicherlich nicht vorformuliert werden kann, da es a) an Informationen fehlt ud b) über die ERSTberatung hinausgehen würde.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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