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Ausbildungsunterhalt bei Studium mit Nebenjob


05.09.2007 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,
meine Tochter beginnt jetzt ihr erstes Studium. Ihr Vater verdient 4.000 brutto monatlich, ich habe kein Einkommen (wir sind geschieden). Nun sagte ihr Vater ihr, dass er jeglichen Verdienst, den sie in Mininebenjobs verdienen würde, vom Ausbildungsunterhalt abziehen würde. Ist das rechtens?
MfG

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Nach der Düsseldorfer Tabelle beträgt der Bedarf eines Studierenden 640 € monatlich.
Einkünfte eines Studenten aus Arbeit in den Semesterferien oder neben dem Studium sind Einkommen aus überobligationsmäßiger Tätigkeit und somit grundsätzlich anrechnungsfrei. Denn er soll sich mit ganzer Kraft sowie dem gehörigen Fleiß und der gebotenen Zielstrebigkeit dem Studium widmen, um dieses innerhalb angemessener und üblicher Dauer zu beenden.
Hier ist allerdings der Rechtsgedanke des § 1577 Abs. 2 BGB anzuwenden. Danach bleiben Einkünfte anrechnungsfrei, soweit der Unterhaltsverpflichtete nicht den vollen Unterhalt leistet (§ 1577 Abs. 2 Satz 1 BGB). Darüber hinaus kommt eine Anrechnung insoweit in Betracht, als dies unter Berücksichtigung der beiderseitigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Billigkeit entspricht (§ 1577 Abs. 2 Satz 2 BGB). Hier kann man in etwa die Hälfte des Einkommens ansetzen.
Daneben muss ein gewisser Betrag (mindestens 40 €) als berufsbedingte Aufwendungen in Abzug gebracht werden.

Folglich kann der Kindesvater nicht generell jedes Einkommen Ihrer Tochter vom Kindesunterhalt abziehen. Vielmehr kann nur ein Teil, der zuerst konkret berechnet werden muss, angerechnet werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt


info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de
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