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Ausbildungsplatz wegen Einstellungsuntersuchung gefährdet


| 29.04.2005 08:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Bin seit 8 Monaten in Ausbildung. Erst jetzt wurde die Einstellungsuntersuchung gemacht, nach der ich betriebsdienstuntauglich bin wegen meiner Augenwerte, ansonsten bin ich topfit. Auch eine Vorstellung beim firmeninternen Augenarzt ergab weitere Betriebsdienstuntauglichkeit. Ich habe die zulässige Dioptrienzahl überschritten, allerdings hatte ich mit Sehhilfe keinerlei Einschränkungen.
Ich möchte gern die Ausbildung weitermachen und bin interessiert, wie ich noch zu einer Betriebsdiensttauglichkeit kommen kann.
Die Dioptrienzahl ist nur entscheidend in der Erstuntersuchung, in einer Folgeuntersuchung ist sie nicht mehr von Interesse. Außerdem befindet sich die firmeninterne Richtlinie für die Erstuntersuchung in Überarbeitung.
Kann ich eine nochmalige Vorstellung bei einem unabhängigen arbeitsmedizinischen Gutachter fordern (würde ich auch notfalls selbst bezahlen)?
In den Leitlinien der zuständigen Berufsgenossenschaft steht:
Das Tragen geeigneter Sehhilfen begründet keine gesundheitlichen Bedenken gegen die Ausübung der Tätigkeit, sofern hierdurch eine ausreichende Sehschärfe erreicht wird. In die arbeitsmedizinische Bescheinigung ist jedoch ein entsprechender Vermerk einzutragen.
Kann mir noch aus wichtigem Grund nun gekündigt werden? Meine praktische Ausbildung ist ja gefährdet. Ich weiß, daß ich dann Schadenersatz fordern kann. Das ist nicht mein Interesse.
Ich möchte die Lehrstelle behalten.

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Guten Morgen,

zu Ihrer Beruhigung kann ich vorweg sagen, dass ich nach Ihrer Schilderung keinen Grund für eine fristlose Kündigung sehe.

Nachdem Sie die gesetzlich vorgesehene Probezeit von drei Monaten überschritten haben, kann das Ausbildungsverhältnis ohnehin nur mit einer außerordentlichen Kündigung gekündigt werden. Dies setzt natürlich entsprechend wichtige Gründe seitens des Arbeitgebers voraus.

Denkbar wäre als alleiniger Kündigungsgrund eine Kündigung aus personenbedingten Gründen. Dies könnte allein aus Sicht des Arbeitgebers der Grund sein, dass Sie aufgrund der mangelnden Dioptrienzahl auf Dauer nicht in der Lage sind, den Ausbildungs-erfolg zu erreichen. Gerade aber dies ist nach Ihrer Schilderung ja nicht der Fall. Wenn die bisherige Leistung in Ordnung ist, so spricht schon viel dafür, dass die fehlende Sehschärfe kein Hinderungsgrund ist. Zudem sehen die Richtlinien der Berufs-genossenschaft ja gerade vor, dass ein Ausgleich durch eine ent-sprechende Sehhilfe möglich ist. Insoweit besteht offensichtlich auch keine Einschränkung Ihrer Leistungsfähigkeit. Die firmen-internen Richtlinien für eine Einstellungsuntersuchung sind dabei nicht entscheidend, entscheidend ist allein, ob Sie das Ausbildungsziel erreichen können oder nicht. Gerade dies aber ist nach Ihrer Schilderung ja der Fall.

Insoweit besteht auch keine Veranlassung, eine weitere medizinische Untersuchung vorzunehmen. Diese würde ohnehin ja auch nur das Ergebnis bestätigen, dass Sie eben eine Sehschwäche haben.

Letztendlich ist es allein Problem Ihres Arbeitgebers. Hätte dieser die Einstellungsuntersuchung rechtzeitig, spätestens aber vor Ablauf der Probezeit vorgenommen, hätte er Ihnen noch wirksam ordentlich gekündigt werden können, da es hierzu keinerlei Kündigungsgründe bedurft hätte. Da Ihr Arbeitgeber jetzt Kündigungsgründe benötigt, ist eine Kündigung nicht mehr möglich.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiter geholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Tel. 04941-605347
Fax 04941-605348

e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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