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Ausbildungs in anderem Betrieb fortführen

27.06.2011 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,

ich mache ein Ausbildung zur Altenpflegerin und bin mit dem Ausbildungsbetrieb (lange Fahrzeiten, schlechte Betreuung) nicht zufrieden.
Momentan bin ich in einem anderen Betrieb wg. Praktikum. Die Bezahlung erfolgt aber vom Erstbetrieb (Ausbildungsbetrieb). Danach kommen wieder 7 Wochen Berufschule.

Jetzt habe ich einen neuen Ausbildungsbetrieb gefunden, der o.g. Kritikpunkte nicht aufweist. Wenn ich nun den Vertrag im neuen Betrieb unterschreibe, wie muss ich dann bei der Kündigung in der alten Ausbildungsfirma vorgehen ( fristgerechte Kündigung oder Aufhebungsvertrag, etc ? ) Ich möchte aber auf jeden Fall wechseln und nicht auf das Wohlwollen des bisherigen Arbeitgebers angewiesen sein.

Die Ausbildung möchte ich auch weiterführen, jedoch in der neuen Einrichtung

Ich bin nicht mehr in der Probezeit.

Formulierung im Ausbildungsvertrag bei Kündigung:
(der Vertragspassus bei meiner Anfrage vorhin bezog sich leider auf die Berufschule)

-Seitens des Schülers kann mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen gekündigt werden, wenn er die Ausbildung aufgeben will.

(Die übrigen Formulierungen im Vertrag beziehen sich auf Probezeit und Kündigung aus wichtigem Grund).

Kommt hier eine fristgerechte Kündigung in Frage, da ich die Ausbildung ja in einer anderen Einrichtung weiterführen möchte oder wie komme ich hier sauber aus dem Vertrag raus ?

Danke.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage kann ich Ihnen anhand Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Die Formulierung zur ordentlichen Kündigung in Ihrem Vertrag entspricht inhaltlich dem § 22 Abs. 2 Nr. 2 Berufsbildungsgesetz.

Grundsätzlich sieht das Berufsbildungsgesetz eine Kündigung seitens des Auszubildenden außerhalb der Probezeit tatsächlich nur dann vor, wenn die Ausbildung (zumindest für diesen Beruf) beendet wird.

Kündigen Sie das Ausbildungsverhältnis aus einem anderen Grund, so kann der Arbeitgeber von Ihnen den Ersatz des dadurch entstehen den Schadens verlangen (§ 23 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz).

Wenn Sie also jetzt kündigen, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber den dadurch entstehenden Schaden ersetzen, wenn er dies innerhalb von drei Monaten nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses verlangt.

Dies könnten zum Beispiel die Kosten für die Suche nach einem neuen Auszubildenden oder auch die Kosten Ihrer Ausbildung (abzüglich Ihrer Arbeitsleistung) sein.

Es empfiehlt sich daher, Ihrem derzeitigen Ausbildungsbetrieb die problematische Situation (insbesondere Fahrtzeiten) zu erläutern und um eine einvernehmliche Beendigung des Ausbildungsverhältnisses durch einen Aufhebungsvertrag zu bitten.

Wenn Ihr Ausbildungsbetrieb sich dem verweigert, bleibt Ihnen allerdings nur die ordentliche Kündigung mit dem o.g. Risiko von Schadenersatzansprüchen.

Eine solche Kündigung müssten sie schriftlich abfassen, eigenhändig unterschreiben und auch schriftlich begründen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort einen Einblick in die Rechtslage verschaffen konnte und verbleibe

Rückfrage vom Fragesteller 27.06.2011 | 21:43

Hallo,
Danke für die Erklärung.

Wie hoch sind den die Schadenersatzansprüche betragsmäßig einzuordnen.
Mir ist schon klar, dass es immer unterschiedlich ist, aber welche Höhe ist denn hier ca. maximal vom alten Arbeitgeber als Schaden bezifferbar ?

Gehts hier um hunderte oder tausende von Euro ?

Vielen Dank

Simor 22

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.06.2011 | 22:01

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich Ihnen wie folgt:

Wie Sie selbst schon feststellen, ist eine genaue Bezifferung schwierig.In der Regeldürfte es aber bei einigen hundert Euro bleiben.

Es kann aber auch durchaus sein, dass dem Ausbilder garkein Schaden entsteht (wenn z.B.Arbeitsmittel nicht nur von Ihnen sondern auch von anderen Mitarbeitern genutzt werden).

Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass für den Fall, dass der Ablauf Ihrer Ausbildung in dem jetzigen Betrieb nicht den gesetzlichen Vorschriften oder den Vorgaben der zuständigen IHK entspricht, ein Schadenersatzanspruch des Ausbilders wegfällt, weil dann das Verschulden für die Beendigung beim Ausbilder gesehen wird.

Wichtig wäre dann nur, dass Sie in Ihrer Kündigung die mangelhafte Ausbildung als Grund angeben und dass Sie dies auch belegen können.

Mit freundlichen Grüßen

Bade
Rechtsanwalt

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