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Ausbildung zweite Ehefrau

| 26.02.2019 10:23 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Mein Exmann verdient gut, ist neu verheiratet. Nun habe ich erfahren, dass die neue Frau
ein schulische Ausbildung macht (sie ist gesund, Agentur von Arbeit zahlt das nicht, sie will einfach einen anderen Job, hat wohl
in den letzten 20 Jahren diverses versucht, hat aber eine Ausbildung).

Unsere gemeinsamen Kinder fangen bald mit dem Studium an, damit sind sie nachrangig hinter der neuen Ehefrau.

Darf diese neue Ehefrau einfach machen was sie will (von mir wird ja auch erwartet, dass ich Geld verdiene, ggf. in einem Beruf, den ich auch nicht mag?

Es geht mir nicht darum, dass sie das Studium der Kinder mitfinanziert (das muss sie nicht, dass weiß ich), sondern
wenn sie kein Gehalt hat (sondern auch noch Schulgeld zahlt), dass dann Exmann sein halbes Gehalt ihr geben "muss"
(Familienunterhalt) und dann kaum noch Geld für das Studium der Kinder übrig bleibt.

Es wäre für mich etwas anderes, wenn sie kleine Kinder betreuen würde, aber einfach sich das Leben vom Exmann
finanzieren und GRUNDLOS eine Ausbildung machen und dafür bekommen die gemeinsamen Kinder kaum Geld fürs Studium sehe ich nicht als gerecht an. Aus meiner Sicht sollte hier ein fiktives Einkommen ihres alten Jobs gelten.

Falls die neue Frau das nicht grundlos machen darf, können sie mir bitte Urteile dazu geben.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich kann Ihre Gedanken durchaus nachvollziehen. Es besteht aber keine Pflicht der neuen Ehefrau, dass diese nicht auf Kosten ihres Mannes leben darf. Die Frau trifft keinerlei Unterhaltspflicht gegenüber den Kindern und auch keine „Schadensminderungspflicht" oder dergleichen.

Ganz salopp gesagt, kann sie wirklich machen, was sie will.

Wenn Ihre Kinder Unterhalt beim Vater fordern, kann dieser aber keinen fiktiven Unterhalt seiner neuen Frau gegenüber gegenrechnen.

Einzig bleibt, dass es kein Einkommen der Frau gibt, was zu einem Synergieeffekt und damit zu einem geringeren Selbstbehalt des Vaters führen würde.

Ob der Vater gegenüber den Kindern Ausgaben für seine Frau beim Unterhalt von seinem Einkommen absetzen kann, kommt auf die einzelnen Positionen an. Es besteht ja keine Unterhaltspflicht zwischen dem Vater und seiner Frau – außer dem ehelichen Taschengeldanspruch, der aber nur 5 % des Nettoeinkommens des Vaters ausmacht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2019 | 11:04

Ich habe mir schon gedacht, das die neue Frau machen darf, was sie will.

Wenn er ihr nur 5% des Nettoeinkommens schuldet, wäre das ok für mich, da bliebe genug fürs Studium der Kinder übrig.
Mein Ex hat ca. 5000 Netto (anzurechnendes Einkommen, und da noch mit der Steuerklasse 1).
Da würde die Ex ja nur 250 von erhalten.
Ich verstehe jedoch das Unterhaltsrecht so, dass ihr (neue Frau) der "Familienunterhalt" wie bei geschiedenen berechnet wird , d.h. die Ehefrau würde dann 3/7 erhalten.(lassen wir das mal mit der neuen Steuerklasse unter den Tisch fallen, müsste er ihr dann über 2000 Euro geben).

Zählt hier nicht das Unterhaltsrecht?
Welcher Paragraph greift hier?

Im Internet (wo auch viel Falsches steht,) steht überall, dass die zweite Ehefrau wie eine geschiedene Ehefrau den Unterhaltsanspruch hat.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2019 | 11:11

Er schuldet ihr aber keinen Unterhalt, da sie nicht getrennt sind.

Sie leben zusammen und so schuldet er maximal das Taschengeld.

Der Frau steht auch nicht pauschal 3/7 des Einkommens zu.

Es kann eine fiktive Unterhaltspflicht angenommen werden, weil die Frau keinen Einkommen hat und so der Selbstbehalt erhöht werden.

Dies wird aber nicht so hoch ausfallen, dass die Kinder keinen Ausbildungsunterhalt mehr bekommen.

Bewertung des Fragestellers 28.02.2019 | 22:47

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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"MIr fehlt leider bei der zweiten Antwort eine genauere Beschreibung oder Paragraph,
mir ist nicht klar, warum die Ehefrau beim Unterhaltsanspruch nicht pauschal die 3/7 erhält.
Ich hätte gerne gewusst, welches Gesetz hier gilt.
Wenn "nur" der Selbstbehalt erhöht würde, weil die Frau kein Einkommen hat, dann muss es doch dazu ein
Gesetz geben.
Im Internet steht, sie wie behandelt wie quasie eine geschiedene Frau.
Da ich das Studium der Kinder ja auch mitfinanzieren muss, ist es für mich ein Unterschied, ob der Vater nach Abzug neuer Frau
noch 25000 Euro hat oder 4500."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.02.2019 4,6/5,0
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