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Ausbildung in einem andern Land

| 09.02.2011 12:12 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,
Person A möchte im Ausland eine Lehre absolvieren. Die Person A ist 17 Jahre alt, die Eltern sind dagegen. Aber zuhause Läuft nicht alles rund, das Jugendamt ist auch schon Involviert. Gibt es da eine möglichkeit, gegen den Willen der Eltern, Gerichtlich es zu Bewerkstelligen, dass Person A die Ausbilung trotzdem im Ausland machen kann? Sie hat die Möglichkeit, bei Ihrem Verlobten zu Wohnen und dieser kann Person A in Allenbereichen unterstützen.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Da Person A noch minderjährig ist, haben die Eltern grundsätzlich die Pflicht und das Recht zur Personensorge. Hierzu gehört insbesondere, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen, vgl. § 1631 Abs. 1 BGB.
Person A wird danach nicht ohne weiteres eine Ausbildung im Ausland machen können.

Eine Ausbildung im Ausland gegen den Willen der Eltern könnte Person A nur unter bestimmten Voraussetzungen gerichtlich durchsetzen.

Die Eltern müssten gegen das Rücksichtnahmegebot aus § 1631a BGB verstoßen haben. In Angelegenheiten der Ausbildung und des Berufs, haben die Eltern auf Eignung und Neigung des Kindes Rücksicht zu nehmen.

Ihren Angaben zufolge sind die Eltern der Person A nicht mit der Ausbildungswahl bzw. Ausbildungsort einverstanden. In diesem Fall soll zur Entscheidungsfindung fachkundige Hilfe in Anspruch genommen werden, vgl. § 1631a S. 2 BGB. Zur Beratung geeignete Personen können dabei z.B. Verwandte, Lehrer, Ausbilder, den betreffenden Beruf ausübende Personen, Berufsberater, Ärzte, Psychologen oder sonstige Sachverständige sein.

Wenn die fachkundige Person schließlich dazu rät, dass Person A die Ausbildung im Ausland machen sollte, die Eltern diesen Rat aber nicht beachten, könnte dies ein Verstoß gegen das Gebot zur Rücksichtnahme aus § 1631a BGB und damit ein Sorgerechtsmissbrauch der Eltern sein.

Daraufhin könnte Person A das Familiengericht „einschalten" und eine gerichtliche Maßnahme nach § 1666 BGB beantragen.

Schließlich sollten Sie bedenken, dass ein gerichtliches Verfahren viel Zeit in Anspruch nimmt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist mit einer gerichtlichen Entscheidung erst zu rechnen, wenn Person A bereits volljährig ist und dann eigenständig entscheiden kann, wo sie die Ausbildung machen möchte.

Es ist daher ratsam, schlicht bis zur Volljährigkeit der Person A abzuwarten.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage vermittelt zu haben und bedanke mich für eine positive Bewertung.

Bewertung des Fragestellers 11.02.2011 | 14:20

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