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Ausbauarbeiten


30.04.2007 14:59 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag,
ich bin vor einem Jahr in meine jetzige Mietwohnung eingezogen. Nachdem wir ca.2 Wochen in der Wohnung waren wurde uns angekündigt(mündlich) das wohl über uns im Dachgiebel noch eine Wohnung entstehen soll, dadurch müsse wohl die komplette Decke im Wohnzimmer erneuert werden, ein paar Wochen später wurde dann schon von zwei Räumen gesprochen. Vor einem halben Jahr war die Aussage das von userer Wohnung aus keinerlei Arbeiten durchgeführt werden müßten. Am vergangenen Freitag wurde ich gebeten an einem Besichtigungstermin des Architekten mit zwei Handwerker teilzunehmen.
In diesem Gespräch dann wurde mir mitgeteilt das nun die komplette Decke in der gesamten Wohnung raus und erneuert werden muß.
Auf meine Nachfrage wie das alles von statten gehen soll, wurde mir gesagt das man noch nicht wüsse ob alle Räume auf einmal oder halt Etappenweise. Falls es etappenweise gemacht werden sollte müsse ich zusehen das ich dann jeweils die Räume komplett leer geräumt hätte.
Bauarbeiten sollen nächste Woche beginnen, Hintergrund ist das die Wohnung zum 1.7. schon vermietet ist.
Ich habe nun am Freitag einen Termin mit dem Hausbesitzer und der Hausverwaltung.
Meine Frage ist nun was für Rechte habe ich?
Was muß ich alles hinnehmen bzw. akzeptieren?
In wie weit voraus müssen die Baumaßnahmen angekündigt sein und in welcher Weise?
Was für Möglichkeiten gibt es sich zu einigen, habe ich ein Anrecht darauf auf Kosten meines Vermieters umzuziehen?

Ich möchte noch anmerken das in unserem Haushalt ein 2,5Jahre altes Kleinkind wohnt.

Ich bedanke mich schon im voraus für die beantwortung meiner Fragen.
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes sowie unter Berücksichtigung des von Ihnen gebotenen Einsatzes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es so, dass Sie als Mieterin Maßnahmen zur Schaffung neuen Wohnraumes dulden müssen. Allerdings muss Ihr Vermieter Ihnen die geplanten Maßnahmen - auch unter Angabe des voraussichtlichen Beginns, der Dauer, des Umfangs – drei Monate vor Beginn der Maßnahme in Textform (also z.B. Fax, E-Mail etc.) mitteilen. Unterbleibt eine solche Mitteilung, so entfällt nach der überwiegenden Meinung in der Rechtsprechung die Duldungspflicht. Sie können Ihrem Vermieter daher am besten schriftlich davon in Kenntnis setzen, dass Sie die Maßnahme nicht dulden. Dann muss Ihr Vermieter ggf. im Wege der einstweiligen Verfügung versuchen, sein Vorhaben durchzubringen.

Im Übrigen hätten Sie, wenn die Maßnahme ordnungsgemäß angekündigt worden wäre, ein außerordentliches einmonatiges Kündigungsrecht. Sie könnten auch in der Wohnung bleiben und dann für Reinigung etc. Aufwendungsersatz verlangen und die Miete mindern. Bei Dachgeschossausbauten sind teilweise bis zu 60% Minderung akzeptiert worden.

Da Ihr Vermieter die Wohnung ja anscheinend schon vermietet hat, ist er nun unter Zugzwang und Sie sind in einer guten Verhandlungsposition. Sie sollten ihm daher unter den hier genannten Argumenten Ihre Ansicht schildern. Vielleicht findet sich ja so ein gemeinsamer Weg.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen die hier nur mögliche erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Maldonado
- Rechtsanwältin -
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