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Aupair aus Drittland als Midi-Job möglich?

31.07.2020 13:19 |
Preis: 40,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Ist es grundsätzlich möglich, ein Aupair aus einem Drittland (Nicht-EU) in der Gleitzone /Midijob anzumelden, und hat es so vollen Versicherungsanspruch der gesetzlichen Krankenversicherung?

Das Gehalt würde sich zusammensetzen aus 310 Eur Taschengeld, plus gesetzliche Pauschalen für Unterkunft im Haushalt des Arbeitgebers, und Verpflegungspauschale für Vollverpflegung, und entspricht damit einerseits der gesetzlichen Mindestvergütung von Aupairs, und liegt andererseits über EUR 450. Die wöchentliche Arbeitszeit sind 30 Stunden.

Grund ist eine Vorerkrankung des Aupairs, die nicht über eine private Aupair-Versicherung abgedeckt werden kann.
04.08.2020 | 22:59

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Frage anhand Ihrer Angaben beantworten.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Au-pair eine Aufenthaltserlaubnis für eine Au-pair-Beschäftigung von der zuständigen Ausländerbehörde erteilt bekommen hat, wie es regelmäßig der Fall ist, und nicht für eine Arbeitsaufnahme.

Die Au-pair Beschäftigung ist nicht als Arbeitsverhältnis zu werten. So hat das Au-pair-Verhältnis nicht den Charakter eines Arbeitsverhältnisses, sondern den eines mithelfenden Familienangehörigen. Es wird kein Gehalt, sondern ein Taschengeld erhalten neben kostenloser Unterkunft und Verpflegung. Dafür soll der Gast grundsätzlich auch nur gelegentlich und ohne feste Arbeitszeit im Haushalt mithelfen, nicht mehr als 6 Stunden täglich und 30 Stunden wöchentlich. Eine Sozialversicherungspflicht (abgesehen von der Krankenversicherung, welche die Gastfamilie für das Au-pair für die Zeit des Gastaufenthalts grundsätzlich zu zahlen hat) besteht nicht.

Ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis könnte tatsächlich nur angenommen werden, wenn die Beschäftigung nicht als Au-pair-, sondern als Arbeitsverhältnis zu werten wäre; wenn etwa das Au-pair faktisch als Haushaltsangestellte tätig ist, mit arbeitsvertraglicher Arbeitszeit und Arbeitsentgelt.

Selbst wenn die geplante Beschäftigung als Arbeitsverhältnis gewertet werden könnte (...), so steht der Begründung eines Arbeitsverhältnisses aber die Aufenthaltserlaubnis (nur) zum Zwecke einer Au-pair Beschäftigung entgegen. Die Möglichkeit des Wechsels zwischen ggf. Aufenthaltstiteln und Aufenthaltszwecken müsste im Einzelfall geprüft werden!

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Gehrke




Ergänzung vom Anwalt 04.08.2020 | 23:12

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