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Aufwendungen Familienheinmfahrten nach §9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 3 EStG /Mischfall

14.08.2018 08:18 |
Preis: 35,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Guten Tag,

welche Aufwendungen für die Wege vom Ort der ersten Tätigkeitsstätte zum Ort des eigenen Hausstandes und zurück (Familienheimfahrt) kann ich im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung ansetzen, wenn ich mit dem Zug zum Ort des eigenen Hausstandes (Berlin - Köln) fahre und zurück das Flugzeug benutze? Die km-Pauschale von 0,30 EUR/km oder die Kosten für den Rückflug?

Mit freundlichen Grüßen

Einsatz editiert am 14.08.2018 13:56:25

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Antwort steht eigentlich im Gesetz, aber durchaus kompliziert zu verstehen. In § 9 I Satz 3 Nr. 5 Satz 5 und Satz 6 EStG.

Diese lauten wie folgt:

Satz 5
Aufwendungen für die Wege vom Ort der ersten Tätigkeitsstätte zum Ort des eigenen Hausstandes und zurück (Familienheimfahrt) können jeweils nur für eine Familienheimfahrt wöchentlich abgezogen werden.

Satz 6
Zur Abgeltung der Aufwendungen für eine Familienheimfahrt ist eine Entfernungspauschale von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen dem Ort des eigenen Hausstandes und dem Ort der ersten Tätigkeitsstätte anzusetzen.

Das müssen Sie so verstehen: Satz 6 definiert nur die Entfernung und stellt auf die Distanz ab, die ein einfacher Weg ausmacht. Daher steht dort auch nur der Weg zwischen Hausstand und Ort der ersten Arbeitsstätte. Es kommt hier nur auf die Distanz an, daher ist die Nennung in ihrer Reihenfolge unerheblich.

Satz 5 hingegen definiert die Abzugsfähigkeit nur für den Weg des Ortes der ersten Arbeitsstätte zum Ort des eigenen Hausstandes.

Wenn Sie diese Strecke ( hin ) mit dem Auto fahren, können Sie nur die Entfernungspauschale geltend machen. Der Rückweg ist nach Auffassung des Gesetzgebers als privat veranlasst anzusehen, was in meinen Augen aber ein durchaus "dämliches" Argument ist.

Ich halte es aber für vertretbar, wenn Sie in Ihrer Steuererklärung die höheren Kosten zum Abzug bringen und die Lesart des Gesetzes für sich in Anspruch nehmen. Ich nehme an, das stößt auf Gegenwehr beim Finanzamt. Auf der anderen Seite muss dazu aber das Finanzamt konkrete Rückfragen tätigen, was häufig nicht gemacht wird. Viele Steuererklärungen werden einfach durchgewunken, wie sie abgegeben werden.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA und Dipl. Kaufmann

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