Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auftragsmangel


14.05.2007 09:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Helzel



Guten Tag,
Ich bin in ein in Heimarbeit beschäftigter Vollzeitarbeitnehmer.
Ich habe eine regelmäßige beschäftigung von ca. 1100, -- € Netto im Monat. Seit ca 3 Wochen bekomme ich von meinem Arbeitgeber kaum noch Arbeit geliefert. Wenn dies den restlichen Monat weitergeht, habe ich vorraussichtlich diesen Monat ein Netto von 500,-- €. In meinem Arbeitsvertrag heißt es Beschäftigung nach Auftragslage (die bisher eigentlich immer gut war). Die großen Stückzahlen weredn in Osteuropa und china produziert.
Meine Frage : Habe ich einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung vom Arbeitgeber bzw. kann der Arbeitgeber Kurzarbeit für mich beantragen.

Danke im Vorraus

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

1. Gem. § 20 HAG erfolgt die Entlohnung bei Heimarbeit in der Regel als Stückentgelt oder aber als Zeitentgelt. D.h. Sie werden entsprechend der geleisteten Arbeit gezahlt und haben keinen Anspruch auf einen Monatslohn, der grds. 1100,- € beträgt.
Ein Ausgleichsanspruch käme ggf. in Betracht, wenn der Arbeitgeber die Heimarbeit auf mehrere Heimarbeiter ungleichmäßig verteilt und Sie dadurch benachteiligt würden, oder aber in Form eines Minderbetragausgleiches. Dies wäre der Fall, wenn der Arbeitgeber an ein geringeres, als in einer Entgeltregelung bestimmtes Entgelt auszahlen würde.
Hier scheint wohl derzeit jedoch nicht mehr Arbeit vorhanden zu sein, die an Sie als Heimarbeitnehmer verteilt werden kann, so dass eine Nach-/Ausgleichzahlung ausscheidet.

2. Der Arbeitgeber kann jedoch Kurzarbeit für Sie beantragen, sofern ein Arbeitsausfall vorliegt. Kurzarbeitergeld wird frühestens ab dem Monat gewährt, in dem der Arbeitgeber den Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit anzeigt. Hier sollten Sie möglichst umgehend mit Ihrem Arbeitgeber Kontakt aufnehmen und diese Möglichkeit besprechen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung vermittelt zu haben. Bei Unklarheiten können Sie gerne auf die Nachfragefunktion zurückgreifen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Helzel
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 14.05.2007 | 11:18

Danke für Ihre Antwort.
Es ist richtig das ich "nach Stück" entlohnt werde. Eine Heimarbeitskollegin derselben Firma hat allerdings genug zu tun.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.05.2007 | 11:27

Wenn es der Fall ist, dass eine ungleiche Verteilung vorliegt, sollten Sie sich an den Heimarbeiterausschuss bei der zuständigen Arbeitsbehörde wenden. Der AG hat die Heimarbeit gleichmäßig zu verteilen (§ 11 HAG). Ist dies nicht der Fall, können Sie
1. Ihren AG direkt darauf ansprechen (je nachdem, wie er mit sich reden lässt, ggf. liegt ein einmaliges Versehen vor),
2. wie bereits erwähnt den Heimarbeitserausschuss auf die Missstände aufmerksam machen. Dieser kann auf die Verteilung Einfluss nehmen und diese festsetzen, wenn tatsächlich Missstände bei der Verteilung vorliegen.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER