Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auftragserteilung z.B. durch Zahlung der Rechnung?

21.01.2010 21:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

als Architekt arbeitet man nach Stellung eines Angebotes durchaus auch mal eine Zeit OHNE schriftliche Auftragsbestätigung - eben nur mündlich beauftragt. Dies kommt aus betrieblichen Gründen schon mal vor.

Meine Fragen:

1. Kann aus der Zahlung der Rechnung des Leistungsempfängers - welche sich eindeutig auf das Angebot XY vom xx.xx.xxxx bezieht - eine rechtlich bindende Beauftragung unter den im Angebot genannten Bedingungen und Honorarangaben abgeleitet werden?

2. Reicht für eine Beauftragung im anderen Fall die einfache Rücksendung des Angebotes mit der Unterschrift des Angebotsempfängers aus? (z.B. per Fax)?

Eine bereits erbrachte Leistung wird natürlich hier vorausgesetzt, welche sich mindestens durch z.B. Schriftverkehr oder ähnliches belegen lässt oder sogar durch einen vom Auftraggeber unterzeichneten Bauantrag, der dann naturgemäß sowohl die Unterschriften des Architekten UND des Bauherren trägt.

Vielen Dank im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
P. S.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Bezüglich Ihrer ersten Frage gehe ich - nur zum Verständnis - davon aus, daß Sie ein Angebot abgegeben haben, das der Auftraggeber mündlich angenommen hat. Daraufhin haben Sie Ihre Tätigkeit gemäß Angebot aufgenommen und in Rechnung gestellt. Der Auftraggeber hat die Rechnung unter Bezugnahme auf das Angebot bezahlt.

Dies vorausgesetzt wird man sagen können, daß der Auftraggeber das Angebot unter den Bedingungen, die Sie genannt hatten, akzepiert hat. Durch die vorbehaltlose Bezahlung unter Bezugnahme auf das Angebot hat der Auftraggeber konkludent die Bedingungen anerkannt.

Allerdings wird man nicht soweit gehen können, daß man diese Annahme des einen Angebots auch dahingehend ausdehnen kann, daß damit die Bedingungen auch für weitere Aufträge gelten. Das wäre allerdings bei einer schriftliche Angebotsannahme nicht anders.


2.

Wenn sich aus der Rücksendung per Telefax in Verbindung mit den Gesamtumständen herleiten läßt, daß die Unterschrift als Annahme zu würdigen ist, wird man von einem Auftrag ausgehen dürfen. Einen anderen Sinn wird die unterschriebene Rücksendung des Angebots schließlich nicht ergeben.


3.

Wenn sich jedoch Auslegungsprobleme, aus welchen Gründen auch immer, ergeben sollten, rate ich, sich unter Vorlage der Unterlagen anwaltlich beraten zu lassen. Bei der Auslegung von Vereinbarung kann es auf jedes Wort ankommen!


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70649 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Wunderbar ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr ausführliche und klare Antwort und das noch fast vor Mitternacht ! Vielen Dank ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER