Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auftragserteilung in fremden Namen mit Haftungsübernahme


23.05.2005 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Ich haben einen etwas ungewöhnlichen Fall. Mir will jemand einen Auftrag im fremden Namen erteilen. Ich bin dazu aber nur bereit, wenn derjenige, der diesen Auftrag (also der Vertreter) im fremden Namen erteilt sich verpflichtet mich fuer folgende Fälle schadlos zu halten:

1. Derjenige, in dessen Namen der Auftrag erteilt wird, kann nicht zahlen.

In diesem Fall soll es so sein, dass der Vertreter fuer den Betrag einstehen muß.

2. Sollte der Dritte, in dessen Namen der Autrag erteilt wird, die Auftragsübernahme nicht bestätigen, muß mir derjenige, der mir den Auftrag erteilt, (also der Vertreter) den Auftrag bezahlen. Der Vertreter ohne Vertretungsmacht, müßte mir dann die Auftragssumme überweisen. Soviel weiß haftet der Vertreter ohne Vertretungsmacht nach § 179 (Abs. 3) BGB nicht, wenn der andere Teil den Mangel an der Vertretungsmacht kannte oder kennen mußte.

Ich möchte aber, dass der Vertreter auf jeden Fall haftet!!



Ich möchte das o.a. durch eine vom Vertreter bei der Auftragsvergabe abzugebende schriftliche Erklärung sicherstellen, die eingreift, falls die unter 1) oder 2) genannten Fälle (dass gilt auch, wenn die unter 1) und 2) genannten Fällen gleichzeitig eingreifen) eingreifen, sicherstellen.

Wie muß ich das formulieren?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Um die Folge des § 179 III BGB auszuschließen und den Verterter dennoch haften zu lassen, sollte Sie vereinbaren, dass der Vertreter den Vertrag namens des Vertretenen abschließt, dem Vertreter bekannt ist, dass dieser ohne Vertretungsmacht handelt und der Vertreter daher entgegen § 179 III BGB in voller Höhe haftet, soweit der Vertretene das Rechtsgeschäft nicht nachträglich genehmigt. Sie verpflichten den Vertreter somit vertraglich.

Ich halte diese Konstruktion jedoch für etwas unglücklich, kenne Ihre Beweggründe jedoch nicht.

Besser wäre es letztlich, den "Vertreter" als zusätzlichen Vertragspartner aufzunehmen. Sollte dann der "Vertretene" aus dem Vertrag fallen, bleibe das Vertragsverhältnis mit dem "Vertreter" bestehen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 23.05.2005 | 20:58

Sehr geehrter Hr. Kah,

ihr Vorschlag, den Vertreter als zusätzlichen Vertragspartner aufzunehmen finde ich gut. Wäre es zweckmäßig in den Auftrag aufzunehmen, dass beide Vertragspartner gesamtschuldenrisch für die Auftragssume haften oder ergibt sich das von selbst?

Mit freundlichen Gruessen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.05.2005 | 22:14

Dies würde sich ohne weitere Angaben von selbst ergeben. Allerdings besteht dann immer noch das Problem, dass der Vertretene ja wohl nichts von seinem "Glück" weiß und evt. aus dem Vertrag fällt. Der "Vertreter" haftet dann aber entsprechend.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER