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Auftrag zur Webseitenerstellung

04.11.2011 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Im April 2011 erteilte ich einem Unternehmen den Auftrag zur Erstellung einer Webseite für ein Bewerber-Stellenportal.Es wurden Seitenweise konkrete Vorschläge, Wünsche, sowie Vergleichsdomainen genannt.
Im Mai 2011 erhielt ich das Angebot mit Auftragsbestätigung, welcher ich nach Unterzeichnung zugestimmt und eine Anzahlung geleistet habe.(Zwischenzeitlich wurden Euro 3.000.- bezahlt)
Fertigstellung gem. Angebot sollte Ende Mai 2011 sein.
Im August diesen Jahres erhielt ich erstmals durch einen Link Einblick in das Projekt. Es erfolgten vorher weder Design,- noch Farbvorschläge. Zwischenzeitlich habe ich den Versuch unternommen den Auftrag schriftlich zu wandeln. Habe jedoch danach nochmals versucht eine gütliche Einigung herbeizuführen. Mehr als 20 Stunden wurden alleine telefonisch Probleme, Fehler, Korrekturen und Abläufe festgelegt. Es gibt hierzu mindestens 200 E-Mails und dutzende pdf. Korrekturen, welche ich dem Unternehmen zur Verfügung stellte.
Gestern erhielt ich dann die E-Mail Information, Webseite ist fertig gestellt.
D.h. auch, dass ich nicht in der Lage war für diese Seite Werbung zu betreiben sodass der Firma ein erheblicher Schaden entstanden ist.

Das was zu sehen und zu testen ist, ist schlechtweg nicht in gar keiner Weise auch nur annähernd meinen Vorstellungen entsprechend. Die gelieferten Vorschläge und Korrekturen wurden nicht umgesetzt.
Auf dieser Webseite findet sich weder ein Bewerber noch ein Kunde zurecht.

Was ist zu tun?
Kann man den Vertrag kündigen und sein Geld zurück verlangen?
Welcher Fachanwalt ist hierfür zuständig?

Mit freundlichem Gruß
H.B.


Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern die erstellte Webseite nicht den abgesprochenen Punkten entspricht und von wesentlichen vertraglich vereinbarten Punkten abweicht, gilt die als mangelhaft und Sie müssen den Vertragspartner unter Fristsetzung auffordern, diese Mängel zu beseitigen und das Werk vertragsgerecht herzustellen. Die Mängel, Fehler und Abweichungen sollten dabei so genau wie möglich dargestellt werden – eine Frist von 14 Tagen dürfte ausreichend sein.

Diese Aufforderung verlangt die Rechtsprechung, da der Gegenseite Gelegenheit gegeben werden muss, die Mängel zu beseitigen. Erst danach können Sie dann kündigen und Schadensersatzansprüche geltend machen, wobei diese Ersatzansprüche vorrangig in der Rückzahlung der gezahlten Vorschüsse (nebst Zinsen ab dem Zeitpunkt der jeweiligen Zahlungen) liegen.


Ob daneben noch ein Verzögerungsschaden geltend gemacht werden kann, hängt von der genauen vertraglichen Vereinbarung ab. Denn nur, wenn tatsächlich und ausdrücklich ein bestimmter Fertigungstermin vereinbart worden ist (z.B. reicht „voraussichtlich bis Ende Mai 2011" nicht), oder Sie in den Emails eine bestimmte Frist eingefordert haben, wird dieser Verzögerungsschaden, der dann auch Ihren Zeitaufwand umfassen könnte zu ersetzen sein. Dazu werden aber der genaue Vertragswortlaut und der Schriftwechsel zu prüfen sein, was nicht im Rahmen der hiesigen ERSTberatung möglich ist. Lassen Sie dieses also ergänzend prüfen.


Sofern durch die Nichtnutzung ein weiterer Schaden (Gewinnausfall) eingetreten ist, kann dieser dann ebenfalls geltend gemacht werden, muss aber genau dargelegt und nachgewiesen werden können; auch hierzu sollten Sie sich dann anhand aller Unterlagen weitergehend beraten lassen.


Derzeit sollten Sie mittels Einschreiben/Rückschein die Mängel benennen, eine Frist zur Beseitigung setzen und mitteilen, dass Sie nach Fristablauf die Leistungen ablehnen und Schadensersatz geltend machen werden.

Nach Fristablauf sollten Sie dann einen Rechtsanwalt beauftragen; eine spezielle Fachrichtung oer Fachanwaltschaft ist dafür nicht erforderlich.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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