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Auftrag wird vom Kunden mittendrin beendet

14.05.2018 00:15 |
Preis: 25,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich habe von einem Kunden einen Auftrag angenommen. Mittendrin übers Wochenende führt ein Bekannter des Kunden einen Teil der Arbeiten selbst aus und setzt mich über E-Mail in Kenntnis, dass er die restlichen Arbeiten selbst, bzw. sein Bekannter ausführen möchte. Ich habe allerdings ca. 3 Wochen Arbeit und ca. € 10.000,- inkl. Material für mich für den Auftrag eingeplant.
Auch das Material wurde zum Teil dafür schon angeliefert.
Darf der Kunde den Auftrag jetzt einfach beenden?
Habe ich Schadensersatz-Ansprüche?
14.05.2018 | 01:28

Antwort

von


(2)
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75179 Pforzheim
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Grundsätzlich kann Ihr Vertragspartner natürlich zu jederzeit die Geschäftsbeziehung beenden. In der Regel kann niemand dazu gezwungen werden mit einer anderen Person zusammen zu arbeiten.

2. Jedoch könnte Ihnen im konkreten Fall ein Schadensersatzanspruch gegen Ihren ehemaligen Geschäftspartner zustehen. Dieser ergibt sich vorliegend aus dem Paragraph 280 Abs. 1 Satz 1 BGB. Indem der Partner hier den erteilten Auftrag zurück nimmt und Sie aber bereits nach der Zusage des Geschäftspartners begonnen haben Planungsleistungen zu erbringen und Materialien zu bestellen, hat er sich gegebenenfalls schadensersatzpflichtig gemacht. Hierbei muss jedoch unterschieden werden:

a.) bereits erbrachte Planungsleistungen/ Arbeitsleistungen

Für Ihre bereits erbrachten Leistungen können Sie eine Vergütung verlangen. Selbst wenn es sich hierbei nur um Planungsleistungen handelt. Je nach dem, ob es sich bei dem ursprünglich geschlossenen Vertrag um einen Werk- oder einen Dienstvertrag handelte, folgt dies aus unterschiedlichen Paragraphen.

b.) Für die bestellten Materialien

Hier muss geschaut werden, ob Sie diese Waren noch zurück geben können. Wenn dies mit einem Kostenmehraufwand verbunden ist, können Sie diesen vom ehemaligen Geschäftspartner ersetzt verlangen. Sollten Sie die Materialien nicht zurück geben können, ist der Partner komplett für die Materialien ersatzpflichtig. Sollten Sie die Materialen nicht zurück geben können, könnten Sie aber für andere Arbeiten noch verwenden, muss konkret geprüft werden, ob Ihnen hier ein Schaden entstanden ist. Der Geschäftspartner ist hier nur zum Ersatz eines Schadens verpflichtet, wenn er Ihnen tatsächlich entstanden ist.

c.) Für den erwarteten Gewinn

Hierbei kommt es auf den ganz konkreten Einzelfall an. Die komplette Höhe werden Sie nicht verlangen können, da Sie sich nun in der Zwischenzeit anderen Projekten widmen können und Ihnen so kein Schaden entsteht.

3. Mein Tipp an Sie:

Zunächst würde ich Ihnen raten, hier nochmal das Gespräch mit dem ehemaligen Geschäftspartner zu suchen. Gegebenenfalls wird dieser dann Ihren Schäden ersetzen, wenn er weiß, was Sie alles schon erledigt haben. Setzen Sie hier aber unbedingt eine angemessene Antwortfrist/ Zahlungsfrist (2 Wochen). Sollte der ehemalige Geschäftspartner nicht darauf eingehen, müssten Sie den Schritt zum Anwalt gehen. Dieser kann sich dann auch insbesondere mit dem, von Ihnen geschlossenen, Vertrag auseinandersetzen. Da in Ihrer Frage hierzu keine weiteren Aussagen getroffen sind, muss dieser zunächst außen vor bleiben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Oliver Busch

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