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Aufteilung zukünftiges erbe


20.09.2005 17:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



wir sind eine zukünftige erbengemeinschaft von 3 personen. zükunftig, da meine Oma noch in einem pflegeheim lebt. als erbnehmer stehen mein cousin und meine schwester und ich zur auswahl. die söhne meiner oma (unsere Väter) sind tot.
meine oma hat kein testament verfasst und wird es vorraussichtlich auch nicht tun. zu erben gibt es ein haus und etwas geld. das problem, was ich habe, bezieht sich auf das haus. mein cousin hat jetzt ein gutachten erstellen lassen von der bank, die ihm auch den kredit für umbauten und unsere auszahlung geben würde. den wert des grundstückes und des hauses halte ich für zu niedrig angesetzt, da vor einem halben jahr in einer nebenstrasse ein ähnliches haus für 50000 euro mehr verkauft wurde und komischerweise die Kosten für die Renovierung/ den Umbau sich auch auf 50000 euro belaufen.. mein cousin hat meine oma mit zu einem anwalt genommen um dort irgendetwas unterschreiben zu lassen. meine oma weiss leider nicht, was sie unterschrieben hat, aber ich gehe davon aus, dass sie ihm das haus überschrieben hat.
1. ist dies zulässig, da sie ja noch in einem Pflegeheim (und wer weiss wie lange) lebt? sie bekommt dafür nämlich kein geld, nur meine schwester und ich bekommen unseren Anteil.
2. Kann man trotz unterschrift noch dagegen vorgehen?
3. wie langwierig und kostspielig würde das sein? und was wären die schritte ? (ich möchte meine oma nämlich eigentlich nicht als unterschriftsunfähig erklären lassen).
4.Müssen meine Schwester und ich auch an diesem Vertrag beteiligt werden?

ich hoffe, es sind soweit alle informationen dabei. vielleicht noch: mit mir und meiner schwester wurde nichts abgesprochen uns wurde das gutachten zugeschickt von unserem cousin und ansonsten hat er uns keine informationen gegeben.
und noch eine weitere frage:
5. stimmt es, dass sich das erbe zwischen meinem cousin und mir und meiner schwester zu jeweils 50% aufteilt?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Rechtsfragen beantworte ich anhand der von Ihnen übermittelten Informationen – und im Hinblick auf Ihren Einsatz in der gebotenen Kürze – wie folgt:


Sie sollten sich zunächst Gewissheit darüber verschaffen, was Ihre Großmutter eigentlich genau unterschrieben hat.

Eine Überschreibung des Grundstücks halte ich hier für höchst unwahrscheinlich, da diese notariell beurkundet werden müsste. Soweit der Anwalt nicht zugleich Notar (was selten der Fall) ist, kann Ihre Vermutung also nicht zutreffend sein und es ist daher müßig, sich bereits jetzt allzu viele Gedanken zu machen.

Es könnte auch gut sein, dass Ihr Cousin versucht, wegen etwaiger Unfähigkeit Ihrer Großmutter, ihre eigenen (wirtschaftlichen) Angelegenheiten zu regeln, sich als rechtlichen Betreuer bestellen zu lassen. Hierüber entscheidet das Vormundschaftsgericht. Auch Sie könnten einen solchen Antrag stellen.

Unabhängig davon kann es sein, dass die (an sich zulässige) Willenserklärung Ihrer Großmutter unwirksam ist, wenn diese geschäftsunfähig ist oder auch nur vorübergehend bei der Unterzeichnung nicht Herrin Ihrer Sinne war.

Andernfalls käme eine Anfechtung der Willenserklärung in Betracht, wenn Ihre Großmutter bei der Unterzeichnung nicht wusste, welche Erklärung sie inhaltlich abgegeben hat und eine solche Erklärung nicht abgeben wollte oder wenn sie mittels Täuschung oder Drohung hierzu veranlasst wurde.
Im Falle eines Rechtsstreits hierüber bestimmen sich die Kosten nach dem Gegenstandswert. Ein entsprechendes Verfahren vor dem Zivilgericht kann sich je nach Auslastung des zuständigen Gerichts viele Monate hinziehen.

Ob Ihre Schwester und Sie an „diesem Vertrag beteiligt“ werden müssen, hängt vom Inhalt des Rechtsgeschäfts ab, im Normalfall ist dies aber nicht so. Eine Grundstücksübertragung oder einen Erbvertrag nur mit Ihrem Cousin kann Ihre Großmutter ohne Ihre Mitwirkung abschließen.

Da anscheinend keine anderen Erbberechtigten vorhanden sind, erben Ihre Schwester und Sie gemäß § 1924 BGB in der Tat je ¼ als Abkömmlinge Ihres vorverstorbenen Vaters und Ihr Cousin als Abkömmling Ihres vorverstorbenen Onkels ½ des Nachlasses.
Anders sieht es aber aus, wenn Ihre Mutter und/oder Ihre Tante als Abkömmlinge Ihrer Großmutter noch leben sollten (dies ging aus Ihrer Darstellung nicht hervor).


Eine genauere Auskunft ist derzeit leider nicht möglich.

Ich hoffe aber dennoch, Ihnen eine hinreichende erste Orientierung an die Hand gegeben zu haben und stehe Ihnen selbstverständlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „frag-einen-anwalt.de“ für Rückfragen zum inhaltlichen Verständnis meiner Antwort zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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